Website-Icon Wolbeck & Münster

Viel Fantasie und Gemeinsamkeit bei Zickensitzung 2024 der KG ZiBoMo

Münster-Wolbeck (agh). Die Zickensitzung der KG ZiBoMo zeigte am Samstag einen fast durchgehenden Spannungsbogen, wozu die 700 Frauen ihren Beitrag leisteten: mit Kostümen, Mitmachen und Mitgehen. Es moderierten Birgit Reisener, Monika Westenberg und Elke Grass.

Hatten die Trampolin-Springer des TV Wolbeck als „WolfGang“ den Saal überrascht und uniform als Wolle Petry kostümiert die Wolbecker Gäste zum genauen Hinsehen gezwungen, wen sie da wohl wiedererkennen, hatte „die süße Helga“ zumindest anfänglich die Damen zu aufmerksamem Lauschen ob des Wortwitzes bewegt, hatten die Tanzsportgruppen mehrfachen Applaus losgetreten, das feurig-dynamische Trio von Chapeau frenetischem Jubel entzündet, so blieb es einer anderen Formation vorbehalten, den ganzen Saal lange auf die Beine zu bringen, möglichst nah an die Bühne strömen zu lassen, die Damen „Zugabe“ fordern zu lassen und beim Mitmach-Teil die verbliebenen Rest-Zentimeter zu nutzen sowie ergriffen zu schauen. Da entpuppt sich die reglose Spieldosen-Figur als nur „eingefrorene“ Tänzerin, die gern und freudig die Klänge der Juke-Box-Heroes annimmt, um schnell das Tanzen zu lernen und fortan ausgelassen zu springen – die XXL-fen haben wieder einmal eine Geschichte auf die Bühne gezaubert. Der Auftritt bei der Zickensitzung, für die XXL-fen der vierte der Session, in diesem Jahr eine Seltenheit im ZiBoMo-Bühnenprogramm, war ein voller Erfolg. Gern nahmen die Damen die Gelegenheit an, sowohl die dienstältesten Veteranen zu würdigen – Moderatorin Birgit Reisener hatte beim Hervorheben des langjährigen Trainings-Eifers allerdings einen tückischen Hintergedanken – als auch die drei jüngsten Nachwuchs-Hüpfer vorzustellen, im 24. Jahr der XXL-fen.

Auch in weniger erzählenden Stücken des Abends traten Gedanken des Miteinander auf: Bei Chapeau Bas der vom „Jeder Jeck ist anders“, auch bei den „Little Sunshines“. Im Blick aufs Sportlich-tänzerische konnte Ko-Moderatorin Monika Westenberg den Teens aus langjähriger Tanzgruppen-Erfahrung bescheinigen: „Ihr seid super angekommen.“

Feuer und Flamme war frau auch beim Schautanz von Blau Gelb, ebenso bei den Feuer-Wirbeln von Chapeau Bas: Die hatte man nicht umsonst zum zweiten Mal nach Wolbeck eingeladen, sie dankten mit Verve und überraschenden Ideen. 2020 hatten sie den Hippenball bereichert.

Eindruck hinterließen auch Hippenmajor Ralf I und Jugendhippenmajorin Ania I mit Liedern bis hin zur „Disco, disco“-Zugabe und einem gemeinsamen Gang durch die Menge.

Etwas Neues hatten sich auch Gäste aus Bechen einfallen lassen, in der Corona-Zwangspause: das Tanzcorps Rot Weiß türmte Tänzerinnen in bühnenbreiten Formationen und ließ noch die eine oder andere darüber und hindurchfliegen, gern mit Drehung. Der Prinz der Stadt Münster dreht gern eine Runde im Saal, kräftig singen die mit Komplimenten überschütteten Damen mit. Nach mehrfacher Ganz-Saal-Polonaise war dann wieder Zeit zum Lauschen: Chris Bertl ließ erst Rock dröhnen, wechselte dann ins beschaulichere „Que sera, sera“.

Insgesamt ein Abend mit Überraschungen, reichlich Schwung und einiger Bewegung auch im Publikum – wortlastige Nummern sind immer heikel, kommen selten durchgehend gut an.

P.S.: Der Beitrag wurde am 29.01.2024 überarbeitet.
Die mobile Version verlassen