Vereine fördern die Berufsausbildung in Afrika

Zuletzt aktualisiert 9. Januar 2016 (zuerst 18. Januar 2015).

Münster-Wolbeck. Ob die Chance zur Vernetzung so beabsichtigt war? Zu ihrem Neujahrsempfang am Sonntag hatte die SPD Südost gleich zwei Vereine in das Achatius-Haus in Wolbeck eingeladen: den Ökumenischen Eine Welt Kreis aus Wolbeck und „Meister für Afrika“ mit Sitz in Ascheberg:

Dort wohnt Walter Bourichter, lange tätig für die Handwerkskammer Münster, zuletzt bis 2008 als deren Hauptgeschäftsführer. Nun engagiert er sich weiter für Ausbildung: für die Initiative „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ und für das erste Thema des Empfangs, das Projekt „Meister für Afrika“: In Simbabwe erhalten junge, begabte Menschen eine Ausbildung als Bildhauer. Ein wenig von der deutschen Ausbildungsordnung für Bildhauer stecke auch darin, aber nur ein wenig, so Bourichter. Neu war für die Verhältnisse in Simbabwe auch ein Ausbildungsvertrag, ebenso eine Vergütung. Heruntergewirtschaftet sei das Land, die Preise hoch. Der Verein will jungen Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat geben, eine Alternative zum Weg mit dem Boot auf das Mittelmeer. Bildhauer seien der Anfang, an weitere Berufe sei gedacht.

Hinter dem Projekt steckt Erfahrung. Die hat auch der ÖWK mit 25 Jahren Projekterfahrung von Nepal bis Nigeria. Dort entsteht mit Unterstützung des Bundesminsteriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit ein Zentrum für Berufsbildung – mit Schule, Werkstatt, einem Gebäude für Lehrer. Wie Ingrid Sieverding und Christoph Roer vom ÖWK schilderten, wird dort auch an Elektriker- und Schlosser-Ausbildung gedacht. Für beide Verein gab es Applaus von den 26 Teilnehmern am Neujahrsempfang. Unter ihnen waren viele Vertreter von Vereinen, von der SPD die Ratsherren Marius Herwig (Wolbeck) und Mathias Kersting (Gremmendorf), Bezirksbürgermeister Rolf Schönlau, der Fraktionsvorsitzende Kurt Pölling sowie von den Grünen in der Bezirksvertretung Lambert Wessels.

Die Nähe der Zielsetzung beider Vereine ist offensichtlich: So war es kein Wunder, wenn Roer und Bourichter die Adressen austauschten. Die Beziehung zum ÖWK könnte für „Meister für Afrika“ noch sehr wichtig werden – wer ein Projekt beim BMZ einrichten will, sollte einen Partner vorweisen können, der schon erfolgreich mit dem BMZ zusammengearbeitet hat.

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