Verein zur Förderung der memelländisch-litauischen Beziehungen ernennt Ehrenmitglied

Martin Birszwilks, gebürtiger Memeler des Jahrgangs 1917, ist im neu gegründeten Förderverein für die memelländisch-litauischen Beziehungen zum Ehrenmitglied ernannt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verein zur Förderung der memelländisch-litauischen Beziehungen vom 08.04.2006.

Birszwilks, dessen Name ins Deutsche übersetzt „Birkenwolf“ bedeutet, ist mit 89 Jahren nicht nur das älteste Mitglied, er hat auch etliche fast verlorene Lieder des Arbeitergesangsvereins Memel aus den 30er Jahren dem Verein übermittelt und diese damit vor dem Vergessen gerettet. Damals trafen sich über 200 Sänger im „Schützenhaus“ zum Singen vor einem Publikum von 4000 bis 5000 Menschen. Nach 22 Uhr spielte das Orchester zum Tanz auf. „Walzer links“ war der Renner.

In Königsberg (Ostpreußen) absolvierte er eine Ausbildung zum Elektriker und startete auch eine Karriere als Boxer im Halbschwergewicht, trat erfolgreich gegen die damaligen Landesmeister an. Der Krieg hat Martin Birszwilks dann zunächst an die Ostseeküste und später ins Osnabrücker Land verschlagen. In Bramsche lernte er 1943 seine Frau Herta, von Beruf Kindergärtnerin, kennen. Die beiden werden nächstes Jahr ihre Diamantene Hochzeit feiern. Das Kriegsende 1945 erlebte Birszwilks allerdings zunächst in Italien und in britischer Gefangenschaft: „Ich habe so ein Glück gehabt, dass ich überlebt habe“ sagt er heute, „und ich schaue voller Dankbarkeit auf mein Leben zurück.“

Zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der Dorfschenke in Wolbeck am Do 6. April gab es neben Blumen und Sekt auch eine Menge an einmaligen Lebenserinnerungen. Die alten memelländischen Lieder wurden natürlich auch gesungen. Das nächste Treffen des memelländisch-litauischen Stammtisches ist am Donnerstag, 4. Mai, wieder um 20 Uhr in der Dorfschenke, Neustraße in Wolbeck. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Weitere Informationen: www.memel-info.de

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