Universität Münster lädt Abiturientinnen ein, ihre Fähigkeiten in den MINT-Fächern zu testen /

Junge Frauen trauen sich oft nicht zu, ein natur- oder ingenieurwissenschaftliches Studium aufzunehmen. Mit "tasteMINT" gibt es ein Instrument, um zu überprüfen, ob diese Selbstzweifel begründet sind: Bei diesem "Potenzial-Assessment-Verfahren" testen Abiturientinnen ihre Fähigkeiten in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).  Sie bearbeiten dabei an drei Tagen Aufgaben, die typische Situationen und Fragestellungen aus einem naturwissenschaftlichen Studium aufgreifen. Die Universität Münster lädt zwölf Abiturientinnen ein, an diesem Selbsttest mit praktischen Übungen und theoretischen Aufgaben teilzunehmen und dabei auch einen Einblick in den Unialltag zu erhalten. Der erste Durchgang findet am 17., 18. und 20. Dezember jeweils ganztägig am Fachbereich Physik statt. Eine Anmeldung ist bis zum 3. Dezember möglich.

"Das richtige Studienfach zu finden, ist eine Herausforderung, besonders wenn es um die Einschätzung der persönlichen Fähigkeiten für ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium geht", stellt Inga Zeisberg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Münsters Experimentierlabor (MExLab) Physik, fest. Sie hält es deswegen für notwendig, tasteMINT, das bislang nur an wenigen ausgewählten Universitäten durchgeführt wurde, auch in Münster anzubieten. "Wir treffen immer wieder auf Mädchen, die sich nicht zutrauen, ein naturwissenschaftliches Studium aufzunehmen, weil sie Angst haben, dass sie den Anforderungen nicht gewachsen sind. Mit tasteMINT wurde ein Verfahren entwickelt, um die Stärken der Teilnehmerinnen zu entdecken."

Die Schülerinnen werden von fachkundigen Beobachtern begleitet, die ihre Leistungen nach transparenten Bewertungskriterien beurteilen und ihnen eine mündliche und schriftliche Rückmeldung geben. "Wir können hierfür auf kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen, die bereits viel Erfahrung bei der Durchführung von Projekten mit Schülerinnen haben", betont Inga Zeisberg.

Für die Durchführung von tasteMINT wurde das Team professionell geschult. Finanziert wurde diese Schulung zum einen aus dem Frauenförderpreis, den die Universität Münster Anfang des Jahres an Inga Zeisberg verliehen hatte. Die Universität Münster konnte sich aber auch bei einem Wettbewerb zur Einführung von tasteMINT durchsetzen und erhält – wie auch neun weitere Hochschulen – nun für das Projekt 3000 Euro vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

tasteMINT wird von LIFE e. V. und dem Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland und der Europäischen Union unterstützt.

Der erste Durchgang an der Universität Münster findet am 17., 18. und 20. Dezember jeweils ganztägig am Fachbereich Physik der Universität Münster, Corrensstraße 2, statt. Anmeldungen werden bis zum 3. Dezember entgegen genommen. Die Bewerbungsunterlagen werden unter www.mexlab.uni-muenster.de bereitgestellt oder nach Anforderung per E-Mail an mexlab@wwu.de zugesandt.
Links:

    * Weitere Informationen zu tasteMINT
      http://www.tastemint.de/
    * MExLab Physik
      http://www.uni-muenster.de/Physik.MExLab/

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