Universität Münster am Scheideweg

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Im Sommersemester veranstaltet das Institut für Erziehungswissenschaft der Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) eine internationale Ringvorlesung mit angeschlossenem Workshop zum Thema "Universität am Scheideweg". Die Veranstaltung findet wöchentlich statt. Der erste Termin ist am Mittwoch, 14. April, um 18 Uhr im Hörsaal H3, Hindenburgplatz 10.

Internationale Ringvorlesung: Perspektiven universitärer Bildung im 21. Jahrhundert

Die Studienreform der letzten zehn Jahre verdeutlicht die Aktualität des Themas der Ringvorlesung. Denn sie ist nicht nur eine Verwaltungsreform internationalen Zuschnitts, sondern berührt auch die traditionelle Einheit von Lehre und Forschung an deutschen Universitäten. Aus diesem Grund scheint es sinnvoll, den politisch eingeleiteten Paradigmenwechsel international zu diskutieren. Denn der Bolognaprozess betrifft nicht nur die deutschen Universitäten, weshalb die andernorts gemachten Erfahrungen für den bildungspolitischen Diskurs in Deutschland fruchtbar sein können. In insgesamt 14 Vorlesungen werden neben Referenten aus Deutschland, der Schweiz, Kroatien und Frankreich auch Redner aus der angelsächsischen Universitätslandschaft an der Ringvorlesung teilnehmen. Dort sind die neuen Studiengänge die Regel und haben gewissermaßen Vorbildfunktion für die Universitätsreform hierzulande. Die Idee zur internationalen Ringvorlesung entstand vor dem Hintergrund zweier Schlüsseldaten: Zum einen der zweihundertste Geburtstag der Berliner Humboldt-Universität, die weltweit zum Vorbild für universitäre Bildung wurde. Zum anderen der ursprünglich ins Auge gefasste Abschluss des Bolognaprozesses im Jahr 2010. Eine große Universität wie die WWU kann beide Daten zum Anlass nehmen, öffentlich über die Perspektiven universitärer Bildung im 21. Jahrhundert nachzudenken.
Die Ringvorlesung ist interdisziplinär in doppeltem Sinne ausgerichtet: Die Referenten kommen nicht nur aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Erziehungswissenschaft, Soziologie, Philosophie, Jüdische Studien, Germanistik), sondern auch aus dem Bereich der Bildungspolitik (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) und des Kulturjournalismus (FAZ).

Die Leitung der internationalen Ringvorlesung haben Prof. Dr. Jürgen Helmchen (Institut für Erziehungswissenschaft), Privatdozentin Dr. Ursula Reitemeyer (Institut für Erziehungswissenschaft) und Dr. Jens Birkmeyer (Germanistisches Institut).