Dreimal „Typ…isch“: Vernissage zeigt Skurriles und Landschafts-Eindrücke Gallitzin-Haus bietet drei Typen Raum für Gemälde und Skulpturales

Dreimal „Typ…isch“: Vernissage zeigt Skurriles und Landschafts-Eindrücke Gallitzin-Haus bietet drei Typen Raum für Gemälde und Skulpturales
Hein Götting vor Werken von Ralf Bistrick. Fotograf: A. Hasenkamp, Münster.

Zuletzt aktualisiert 16. Mai 2018 (zuerst 13. Mai 2018).

Münster-Wolbeck. Drei Künstler, drei Typen – „Typ…isch!“ heißt die Ausstellung, die am Samstag mit einer kleinen Vernissage im Gallitzin-Haus öffnete. Sie zeigt Werke von Ralf Bistrick, Joachim Buchmann und Jürgen Potthoff, drei Künstlern aus Angelmodde, Münster und Wolbeck.

Das Vorstandsmitglied der Heimatfreunde Angelmodde Hein Götting führte ein, zunächst in die Geschichte des Künstler-Dorfes und des einstigen Kötter-Hauses, das nun Schauplatz der Ausstellungen und anderer Veranstaltungen des tragenden Vereines ist.

Kunstausstellung im Gallitzin-Haus mit drei „Typen“

Hier hängen nun zum einen von Bistrick großformatige Öl-Arbeiten, teils surreal wirkende Kompositionen, in deren Bilderwelt man sich ausgiebig hineindenken kann; Götting fühlte sich an Dali erinnert. Gegenüber konkretere Pastell-Arbeiten, naturalistische Ansichten aus Stadt und Land vor allem um Angelmodde; sodann skulpturale Gebilde von Potthoff.

Zwei widmen sich der Landschaftsmalerei, aber typisch anders. Bistrick schießt Fotos, etwa an der Schleuse in Münster, wählt aus, lässt sich Druckvorlagen machen, dann malt er daheim. „Der Geist ist da“, meint er, und meint all die Eindrücke, die man mit Ohr, Nase und Auge aufnimmt, aber nicht fotografieren kann. Viel Zeit vor Ort lässt sich dagegen Buchmann. Er rückt mit der Staffelei an, ob zum Dom, an einem Fluss, am Prinzipalmarkt und nimmt sich die Stunden vor Ort. So gewinnt er die Kommentare vieler Passanten – und die Freiheit, aus dem sich im Tages- und Lichtverlauf verändernden Motiv auszuwählen: „Die Schatten male ich zum Schluss.“

Nicht Schatten sondern ganz neues Licht wirft Jürgen Potthoff auf einfache  Objekte und Worte. Das Zwei-Buchstaben-Ei, das drei Buchstaben-Ohr – Potthoff variiert und kombiniert, fügt Assoziiertes an – und schafft so manche Überraschung. Manchmal platt wie das respektive die Brauerei, mal Teil und Ganzes changierend wie beim Eigelb als gelb angemaltem Ganz-Ei, oder als Anspielung auf einen der ganz Großen der Kunst: ein Name wie der des Konzeptkünstlers „Ai Weiwei“ lädt wahrlich ein. Aber auch weniger Offensichtliches bietet Potthoff und lädt zum Grübeln und fröhlichen Erfinden ein: Ein weiß gefärbtes Hirschgeweih mit einer roten Clowns-Nase.

Die Exponate der Drei sind vermischt in den Räumen auf beiden Etagen angeordnet.

Die Ausstellung im Gallitzin-Haus in Münster-Angelmodde, Angelmodder Weg 97 ist bis zum 24. Juni jeweils samstags von 14-17 sowie sonn- und feiertags von 10.30-17 Uhr zu besichtigen. Die drei Künstler werden mitmachen bei der „Angelmodder KunstMeile“ am Samstag, den 30. Juni von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

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