TSV Angelmodde „auf gesunden Beinen“

Münster-Angelmodde. „Der Verein steht auf gesunden Beinen“, sagte der Vorsitzende des TSV Angelmodde am Sonntag im sonnigen Vereinsraum neben der Eichendorff-Schule, „alles in allem können wir ganz zufrieden sein.“

„Das Fenster haben wir zumauern lassen, es wurde auf die Dauer zu teuer, ein Neues einsetzen zu lassen“, berichtete Uebbing. „Das hält natürlich unsere 'Kollegen Vandalen' nicht davon ab, es jetzt an der Tür zu versuchen“, sagt er und zeigt auf den frischen Schaden. „Wir werden mal wieder Anzeige erstatten.“
Die Finanzen des TSV Angelmodde sind in Ordnung, bescheinigte Kassenprüfer Heinrich Langenkamp, „es gibt keine Beanstandung irgendwelcher Art“. Die Bilanz weist ein Plus auf, konnte Frank Müller-Kersting von der Geschäftsstelle berichten. Für den Haushaltsplan 2013 waren Rücklagen für eventuelle erneute Beschädigungen durch Vandalismus zu bilden.
Beim Schwimmen sind viele Kinder aus dem Baugebiet Wolbeck-Nord hinzugekommen, sagte Sabine Senger-Giese, die Warteliste umfasse 100 Kinder. Beim Jugendbereich im Tischtennis halte der positive Trend an, so Ingo Roeder, es habe sich an den Schulen herumgesprochen, „dass sich da was bewegt“. Man werde 2014 mindestens eine weitere Schüler- bzw. Jugendmannschaft anmelden. Nach Ende der Saison soll es Vereinsmeisterschaften geben.
Die Abteilung Handball hat ein Jahr Zeit bis zu einem Personalwechsel, stellte ihr Leiter, Hans Tacke, klar. Dieter Völler und er werden nach dem Ablauf ihrer zweijährigen Amtszeit nicht erneut kandidieren. „Ich mache das letzte Jahr aber sehr gerne“, so Tacke. Gestört habe die Abteilung die hohen Abgaben an den Verband; die Schiedsrichterkosten seien hoch.
Für Breitensport und Volleyball konstatierte Otto Senger, um dem Nachwuchs sei „es etwas schlecht bestellt“. Eine „homogene Truppe, seit unendlichen Zeiten beisammen“ sei das, merkte Uebbing an. Daher kennt Senger, seit 1967 dabei, auch den  Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung des SV Werder Bremen. „Den habe ich noch zum Kindergarten gebracht“. Mit der Eichendorff-Schule hat der Verein eine erste Basketball-Mädchen aufgebaut. Die hätten sich auch gut geschlagen, so Senger. Die Tennisspieler beteiligen sich mit den gleichen Mannschaften wie gehabt, kämpfen aber mit der Kälte: „Allmählich scharren sie schon mit den Füßen, sobald die ersten Sonnenstrahlen kommen“, so Arno Trapp.
Der kleine Verein hat Probleme damit, Kinder nach deren Wechsel auf weiterführende Schulen zu halten. Hinzu kommt, dass Sport nicht mehr hoch im Kurs steht. „Es fehlt hier ein Stück Motivation, eine Stück Hinführung, auch ein Stück Vorbild der Eltern“, so Senger. Man könne sie wohl einladen: „Dann kommen sie mal, aber nicht dauerhaft.“ Das normale durchschnittliche Kind ist im Sport schlechter geworden.
Tacke kritisierte das Verhältnis von Schulen und Vereinen: „Der Verein hat der Schule zuzuarbeiten, eine Gemeinsamkeit ist nicht mehr vorhanden.“ So sieht es auch Senger. Ein Beispiele seien die Bundesjugendspiele.
Am 15. Mai veranstaltet der TSV ein Strategiegespräch: Wo geht der Verein hin?, sei die Frage, sagte Uebbing.

 

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