„Treibgut“ in Münsters Hafen: Festival auf hohem Niveau

Plakat zum Treibgut-Festival 2019 in Münsters Hafen. Foto: A. Hasenkamp.
Plakat zum Treibgut-Festival 2019 in Münsters Hafen. Foto: A. Hasenkamp.

Musik und Texte von der MS Anaconda fesseln Publikum am Hafen

Münster. „Treibgut“ in Münsters Hafen war Attraktion und Genuss am Freitag und Samstag, genauer das gleichnamige Festival, das in seine fünfte Auflage ging. Mit einem Angebot von acht Gruppen und Künstlern verschiedener Genres, die sich darin harmonisch verbanden und das Publikum fesselten.

Brillante Sängerin beim Treibgut-Festival

Bis zum Schluss, den beim Treibgut-Festival in Münster diesmal „Lucie Licht“ aus Köln mit ihrer virtuosen Band bestritt. Wandelbar ist ihre Stimme, kräftig, pflegt gern eine Verzierung ein. Da passt es, wenn sie ein „Liebeslied“ anstimmt – auf die Musik. Romantisch-erotisch kann sie auch, in „Zucker“ geht es um eine zweibeinige „süße Versuchung“. „Anti“ kann sie ebenso, wenn sie dem Macho erklärt, dass sein Typ mit Benz, Rolex und Muskeln nicht ihr „Mr. Right“ sein kann. Die Gäste am Kai, die findet sie dagegen „bezaubernd“. Fröhlich ist Luzie Licht, energisch, selbstbewusst und alsbald dem Publikum sehr zugetan, zunehmend: „Was seid ihr denn für ein toller Chor?“

Was ist das „Treibgut-Festival“ in Münster?
Die „Treibgut-Festivals“ in Münster sind eine Reihe von Songwriter Konzerte im Münsteraner Hafen oder im Schlossgarten-Pavillion. Acts, die das Publikum zum Lauschen, Mitsingen und Genießen anregen sollen. Start war im Jahre 2015 (Bericht zur Premiere des Treibgut-Festivals). Findet das Festival am Hafen statt, so legt das Boot „MS Anaconda“ am Hafenkai vor dem Hot-Jazz-Club an und bildet die Bühne für etwa acht Musik-Acts.

Festival-Publikum teils in Trance

Schon bei den ebenfalls gefeierten „Ingenious Rascals“ aus Münster hatte das Publikum die Lust am Mitmachen beim Refrain bewiesen. Man wiegte sich, Köpfe oder Körper, im Stehen oder im Schneidersitz, manche verlor sich wie in Trance bei Lichts optimistischem Lied, das fordert: „Leb deinen Traum“. In die Dämmerung hinein wird ein bläulich blinkender „Leuchtturm“ herangepaddelt. Den Weg weisen muss er nicht, längst war es voll und das blieb es.

Ingenious Rascals und  „Newcomer Act“ „Kaum jemand“ am Hafen in Münster

Gut aufgenommen hatte man am Kai vor dem Hot Jazz-Club beim Treibgut-Festival in Münster die Ingenious Rascals und, als ersten „Newcomer Act“ des Abends, „Kaum jemand“ alias Michael Holz am Klavier mit Sängerin Nora Lotz und Texten, die aufmerksames Zuhören verlangen, vom Wahrnehmen handeln oder von einem „Uhu im Birkenhain“. „Sehr intensiv“ seien seine Texte, so eine Zuhörerin. Die Rascals legten auf dem Boot MS Anaconda soviel Energie in ihre Musik, dass die Anaconda sich auf hohe See versetzt gefühlt haben mag. „Ich glaube, ich bin ein bisschen seekrank“, meinte der Sänger auf der kleinen Bühne. Das ereilte auch Lucie Licht, aber auch sie versäumte nicht, den Machern des Festivals zu danken.

Weitere Bands beim Treibgut-Festival Münster 2019

Zum Treibgut-Festival gehörte am Freitag außerdem die Jan-Felix-Band, am Samstag Sophy West, münsterische Singer-Songwriterin mit Groovepop, Soul/Funk, Pop-Sound von Jo Zeeland, Tiefgründiges von Fina aus Münster und schließlich James McKenzie mit Alt-Folk.

Das nächste „Treibgut“ gibt es am 10. und am 31.08. jeweils im Pavillon des Schlossgartens.

Ein weiterer Bericht zum Entstehen des Festivals findet sich bei allesmuenster.de

Bericht zur Premiere des Treibgut-Festivals

 

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