Toxisches „Männergesetz“ entmachten Erste „Münsteraner Männerwoche“ startet mit Forderungen besonders an Männer

Toxisches „Männergesetz“ entmachten  Erste „Münsteraner Männerwoche“ startet mit Forderungen besonders an Männer
Es ist verboten zu versagen ... Auszug aus dem Männergesetz.

Zuletzt aktualisiert 8. November 2017 (zuerst 7. November 2017).

Münster. Eine „Münsteraner Männerwoche“? Das gab es noch nie, bestätigt Uwe Scheffler vom Männerforum. Die Premiere startete am Dienstagabend. Eingebaut in die 14 Veranstaltungen bis zum 19.11. an wechselnden Orten ist auch der Klassiker, der „Internationale Männertag“, am 19.11. mit dem Thema „Was tut mir gut als Mann?“. „Klassisch“ männlich geht es am Donnerstag zu, beim „Feuer machen mit primitiven Methoden“ am Aasee. “Krise als Chance“ lautet ein weiteres Thema, einmal geht es um „Die bewusste Entscheidung ein Vater zu sein“, und eine Männergruppe stellt sich vor, die offen ist für Neuzugänge. Männerfrühstück am Morgen, „Männer singen“ am Abend, Tanzen mit „Biodanza“, eine Lesung aus Urs Widmers „Buch des Vaters“, „Söhne werden Männer! Welches Männervorbild bin ich als Vater?“, „Vision Mann, klar und präsent“ mit schamanischen Techniken, und als Finale: „Was machen eigentlich Männergruppen“. Bei „Das Erleben von Männern als Opfer und Täter von häuslicher Gewalt“ am 13.11. kooperiert das Männernetzwerk Münster mit Zartbitter Münster und der Caritas.
Das Männerforum ist Teil des Männernetzwerks Münster und wird unterstützt von der Stadt Münster.
Zum Auftakt gab es am Dienstag Aufforderungen insbesondere an Männer – der Psychologe und Psychotherapeut, der seit 25 Jahren ausschließlich mit Männern arbeitet, vermittelte sie an etwa 60 Gäste, darunter fünf Frauen, im Generalvikariat. Er zollte den Veranstaltern Respekt: „Männergruppen, sowas gibt es bei uns nicht“, sagte der Bielefelder. Männer sähen sich konfrontiert mit einem „Männergesetz“, das vieles verbietet – nicht der Beste zu sein, Gefühle zu zeigen. Es drohten Strafen wie Lächerlich gemacht zu werden, isoliert zu sein. Seine Gefühle zu entdecken und auszudrücken sei nötig, sie zu unterdrücken mache krank: es sei „toxisch“. Besonders deshalb, so Süfke, sterben Männer früher. Männer sollten sich neu „erfinden“, nicht mit einem anderen „Gesetz“, sondern individuell, anarchisch. Sie sollten sich festlegen lassen auf „Männerberufe“ oder das Männer weniger geeignet seien, sich um ihr Kind zu kümmern.
Details zum Programm bietet Maennerforum-Muenster.de

Zum Thema.:  Aasee-Sanierung auf gutem Weg - Freilandversuche erfolgreich

Das Männerforum gründete sich Anfang der 90er Jahre, so Scheffler, als einige Ende der 80er Jahre gegründete Männergruppen Erfahrungen weitergeben wollten. In Münster gebe es 15 Männergruppen unterschiedlicher Ausrichtung.

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