Tina Teubner und Ben Süverkrüp bieten musikalisches Kabarett KulturVorOrt Wolbeck erfüllt sich Wunsch

Tina Teubner und Ben Süverkrüp bieten musikalisches Kabarett KulturVorOrt Wolbeck erfüllt sich Wunsch
Tina Teubner und Ben Süverkrüp. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Wolbeck. „Sowohl für Erwachsene als auch für Männer geeignet“ war das musikalische Kabarett mit Tina Teubner am Freitagabend im Saal der Christuskirche in Wolbeck.
Als Kabarettestin knöpfte Teubner sich die Geschlechterverständigung vor, nicht nur mit Humor und Herzenswärme für (gefühlte) Frau und (gefühlten) Mann und was es sonst noch geben möge, sondern auch mit Musik. Die Mini-Gitarre setzt sie ein und meistert auch ihre Violine.
Am Flügel sitzt Ben Süverkrüp. Der ist zum einen der männliche Sparringspartner, der mitunter auch bis zum Schluss des Satzes zu Worte kommt, zum anderen ein wahrer Pianist: So kongenial harmonisch begleitet Süverkrüp Teubner, dass manche sich ein Solo gewünscht haben mögen.
Das gab es auch, mit Beethoven und Chopin, aber anders, nämlich so, wie es zum Roten Faden des Abends passt. Da hatte doch Teubner ein Paradoxon ins Spiel gebracht: Die Zufriedenheit beim Manne kommt, wenn er zwar eine Partnerin hat, diese aber die Tür nicht aufmacht. Eine geschlossene Tür ohne Partnerin dagegen bringt keinen Nutzen. Das Klavier-Solo demonstriert nun selbiges: Was wäre aus dem Komponieren Mozarts entsprungen, hätte das Nannerl die Tür unverhofft aufgemacht? So gleitet Süverkrüp in Improvisationen hinüber, von Bachs „O Haupt voll Blut und Wunden“ in das „Lied vom Tod“, und aus Mozart g-Moll-Symphonie in ein verspieltes Tänzchen. Das gab großen Applaus und „Bravo“ aus dem vollen Saal.
Blumen überreichte der Chansonette Karlheinz Kleintje, Schatzmeister des Vereins KulturVorOrt Wolbeck, doch die Vorsitzende Heidemarie Markenbeck ließ sich einen zusätzlichen Dank nicht nehmen. Die Idee ging auf sie zurück, dem Duo neben Auftritten in Stuttgart und Frankfurt auch einen in Wolbeck zu gönnen.

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