Tillmann begrüßt breites Bündnis gegen Neonazi-Kundgebung in Hiltrup

Münster.-  Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann hat für die Kundgebungen am Samstag in Hiltrup zur Besonnenheit aufgerufen. Er hoffe, dass sowohl der Aufzug der Rechtsextremen als auch die geplanten Gegendemonstrationen gewaltfrei und ohne Zwischenfälle ablaufen, sagte Tillmann. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 05.05.2006 mit. "Alle, die sich für Freiheit, Demokratie und die Grundwerte unserer Verfassung einsetzen, sollten dies ausschließlich mit den Mitteln des demokratischen Rechtsstaates tun. Das ist die beste Antwort auf die Kundgebung und die Parolen der Neonazis", erklärte der Oberbürgermeister.

Er habe großes Verständnis dafür, dass es vor Ort eine Diskussion darüber gegeben habe, ob man dem Aufzug der Rechtsextremen mit Nichtbeachtung oder durch Gegenaktionen begegne. Entscheidend sei aber, dass jetzt auch in Hiltrup, wie schon am 18. Februar in der Innenstadt, alle demokratischen Kräfte gemeinsam agierten. "Ich begrüße es sehr, dass sich die Basis des seinerzeitigen Bündnisses jetzt sogar noch verbreitert hat", sagte Tillmann.

Es gehe darum, gemeinsam für die gesamte Bürgerschaft deutlich zu machen, dass man in Münster keine Neonazis sehen wolle. Er hoffe, daher, dass ähnlich wie im Februar auch in Hiltrup möglichst viele Münsteraner die Gelegenheit nutzen, ein eindrucksvolles Signal gegen extremistische politische Tendenzen zu setzen. Tillmann bedauert es, dass er selber nicht erneut an der Gegendemonstration teilnehmen kann, weil akute gesundheitliche Probleme dies unmöglich machen. Für die Stadt wird daher Bürgermeisterin Karin Reismann eine Rede halten.

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