Talente fördern, Höchstleistungen erzielen

Wie können hoffnungsvolle Talente am besten gefördert werden und wie erkennt man sie überhaupt? Unter welchen Bedingungen können Höchstleistungen erzielt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das siebte Sportspiel-Symposium der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft vom 22. bis 24. September. Der Arbeitsbereich Sportpsychologie der Universität Münster richtet die Tagung unter dem Titel "Höchstleistung in den Sportspielen – Vom Talent zur Expertise" zusammen mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft und in Kooperation mit dem Bund Deutscher Fußballlehrer aus.

Arbeitsbereich Sportpsychologie richtet Sportspiel-Symposium aus

 

Der Leistungssport steht im Fokus des dreitägigen Kongresses, bei dem zentrale Fragen der Talentdiagnostik, -auswahl und -förderung in den Sportspielen sowie notwendige Voraussetzungen für Höchstleistung und Expertise in den Sportspielen zur Diskussion stehen. In Form von dialogischen Hauptvorträgen sprechen Praktiker und Theoretiker über Themen wie Talentsichtung, Schiedsrichter, Talent und Schule sowie Druck im Leistungssport. "Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler und an Trainer in den Sportspielen, um Wissenschaft und praktisches Handeln im Leistungssport zu verbinden" so Prof. Dr. Bernd Strauß, Leiter des Arbeitsbereichs Sportpsychologie.
Unter den Referenten sind namhafte Wissenschaftler und Spitzensportler beziehungsweise im Spitzensport Tätige. Ulrich Forstner, Bundestrainer der Hockey-Nationalmannschaft, referiert zur Talentsichtung in Zielschussspielen wie Handball. Jens Staudenmayer, national und international renommierter Schiedsrichter im Basketball, spricht zu exzellenten Schiedsrichterleistungen. Prof. Strauß diskutiert mit Uwe Rapolder und Dieter Tippenhauer, aktueller beziehungsweise ehemaliger Fußballtrainer, über öffentliche Erwartungen: Wie gehen Trainer, Spieler und Vereine mit dem sozialen Druck um?

Ein besonderes Highlight des Symposiums ist der "GIRLS Play" am Donnerstag, 23. September. Mädchen im Alter von zehn bis 13 Jahren haben dabei die Gelegenheit, in eher männlich dominierte Sportspiele – Basketball, Fußball und Volleyball –  hineinzuschnuppern. Begleitet und unterstützt werden sie dabei von Spitzensportlern, -trainern und Sportstudentinnen der WWU. Die ehemalige Fußballnationalspielerin Kerstin Stegemann wird den Mädchen ebenso wie Imre Szittya, Basketball-Nationaltrainer der Damen, und USC-Volleyballerinnen Ines Bathen, Lea Hildebrand und Katharina Holzgreve mit Rat und Tat zur Seite stehen. "Wir möchten, dass Mädchen erfolgreiche Sportlerinnen hautnah erleben. Außerdem erfahren sie beim "GIRLS Play" von den Profis, wie man Spitzensportlerin wird und gleichzeitig die Schule schafft oder was ein Nationaltrainer für Erwartungen hat," erklärt Sportwissenschaftlerin Dr. Maike Tietjens das Ziel des "GIRLS Play".

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Über Andreas Hasenkamp 6368 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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