„Tag des Hundes“ beim Hundesportverein MV Münster 1925

Nele ist schon 10 - aber die Hürde nimmt der Retriever-Mix mit Freude.

Münster-Hiltrup. „Tag des Hundes“ war am Sonntag auch beim Hundesportverein MV Münster 1925 und 40 bis 50 Gäste schauten herein, freute sich Helga Noack.

MV Münster 1925 trainiert am Kanal in Hiltrup

Nach einem kleinen Gang durchs Grüne zum seit 1975 gepachteten Gelände nahe Eisenbahn und Kanal begrüßt ein Foto die Gäste: Sieben Hunde auf einem roten Sofa sind darauf. Unter dem Foto hängen Kotbeutel „für verantwortungsvolle Hunderhalterinnen und Hundehalter“. Ein kleines Vereins-Häuschen steht da, einige Hunde kläffen, andere liegen entspannt ihren Haltern zu Füßen oder schauen auf das Parcours-Gelände: Neugierig.
Etwa der schwarze Riesenpudel, zum ersten mal dabei. Der sei auch schon auf dem Parcours gelaufen, mit Frauchen, sagt Petra Wichtrup. Eine Hürde steht da, eine Lauframpe, ein A-Hindernis. Gerade wird nicht gesprungen, Frauchen und Hund üben Obedience, Gehorchen, Fuß an Pfote.

Disziplinen auch für in der Bewegung eingeschränkte Hunde

Die Hündin Vroni habe HD, Hüftgelenkdysplasie – daher dürfe sie nicht mehr springen. Aber es gebe andere Disziplinen, die sie  ausüben könne. Eine ist der Gegenpol zur sportlichen Agility, die Degility – gezielt langsam gehe es da zu.
Zehn Jahre alt ist der Schäferhund mit niedriger Kruppe, aber für sein Alter ist er noch fit. Wichtrup kennt Leute und Hunde. Mehrere ehemalige Problemfälle sind dabei. Einer habe zwei Jahre in der Türkei auf der Straße gelebt – inzwischen mache er begeistert bei Turnieren mit. Dazu fahren die Teilnehmer bis ins Ruhrgebiet.

„Mehr Hunde als Mitglieder“- Turniere bis ins Ruhrgebiet

„Mehr Hunde als Mitglieder“ habe der Verein, sagt Susanne Hoffmeister, Trainerin. 50 Mitglieder sind es laut Wichtrup; sie kommen auch aus der Umgebung: Telgte, Ottmarsbocholt, Everswinkel oder Senden. Die Mitglieder tragen Trikots, über dem Herzen haben die meisten drei Namen aufgestickt, den eigenen und den der Hunde: Etwa Petra, Nele, Bosse. Die Vierbeiner gehören zur Familie, fahren mit in den Urlaub, man sieht sich als Team. Auch im Verein pflegt man ganzjährig die Gemeinschaft: „Man kennt sich, man weiß voneinander“. Trainiert wird ganzjährig, auch bei acht Minusgraden.

Hunde-Trio springt gern beim „Tag des Hundes“

Frodo nahm diesmal die Abkürzung, Bosse lieber die Hürde, im Hintergrund freut sich Michael Wichtrup über den Eifer der Vierbeiner. Foto: Andreas Hasenkamp. fotograf-muensterland.de

Der Foto-Wunsch kommt den Hunden recht: Frodo der Elo ist aufgeregt, Bosse der Jack Russell-Terrier  kaum zu halten, den beiden Sechsjährigen steht Nele kaum nach, die zehnjährige Retriever-Mix-Hündin. Gern springen sie über die Hürde, auch mal fast synchron. Gern sind die Hunde mit den Herrchen auf einer Höhe in einem Element: Beim Schwimmen im Kanal.

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