Tänzerin aus Münster will in Mannheim studieren

Yane Hobin wirbelt vor dem Training i n den Sommerferien. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Angelmodde. Sie will professionelle Tänzerin werden, nun verlässt die 14-Jährige im September Münster. Im Alter von vier Jahren hatte Yane Hobin mit dem Training begonnen und den Tanz für sich entdeckt, trainiert seit Jahren bei Tanya und Julio Acevedo bei Interdance am Hafen in Münster. Nebenbei managte sie gute Schulnoten am Ratsgymnasium und die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Doch nun sei seit einigen Jahren die Vereinbarkeit von Schule und Training schwieriger geworden: Bis halb vier Schule, ab vier Training, auch mal bis nach neun Uhr, dann daheim eventuell noch ein Rest Hausaufgaben. Hinzu kommen Engpässe durch Proben, Auftritte oder Vortanzen und ein Problem mit dem normalen Schulsport: Da ist das Risiko einer Verletzung hoch.
Aber das Abitur will Yane erwerben, und so sieht es auch ihre Mutter Lizy.

Ein Ausweg ergab sich in Mannheim an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Dort liegt ein kooperierendes Gymnasium gegenüber und das hat einen Zweig für besonders Talentierte. Dort tummeln sich neben Tänzern auch Musiker und Tennisspieler; die Klassen sind klein, die Stundenpläne teils individuell anpassbar.
Wider Erwarten klappte es dort trotz eines späten Vortanzens; auch eine passende Gastfamilie ist gefunden und die Finanzierung dank helfender Hände. „Du weißt, dass du privilegiert bist“, sagt Lizi Hobin. Diesem „Hochleistungssport“ hat sich Yane verschrieben; die langjährige Kontinuität im Training beweist es, dazu etliche Auftritte: 2017 bei der internationalen Ballett-Gala „balletto and friends“ mit Weltstars wie Jorge Barani. „Wir merken, dass sie es wirklich will“, sagt Lizy Hobin auch für ihren Vater.
Vom Niveau in Mannheim ist Yane dennoch beeindruckt: „Das Niveau ist hoch; ich muss noch härter arbeiten.“ Aber sie scheint sich eher zu freuen, dass sie neben besseren Tänzerinnen sich weiterentwickeln kann. Der Verschleiß an Schuhen wird steigen. „Im Ballett ist ein Riesen-Konkurrenzkampf“, sagt Yane.

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Das sogenannte Vorstudium in Mannheim führt zum Bachelor of Arts im Tanz, man kann den Master anschließen. Ziel ist ein Engagement bei einer Tanz-Compagnie.
In diesen Sommerferien hat Yane sich auf Mallorca etwas Bräune geholt – normalerweise sind Tänzerinnen „käsebleich“, so Lizy Hobin. Mehr Lesen steht auf dem Programm. Und etwas Training, am Abend.

Weiterentwicklung nur mit noch intensiverem Training: Yane Hobin geht für den Hochleistungssport Tanz nach Mannheim. Foto: A. Hasenkamp.

 

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Über Andreas Hasenkamp 6472 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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