Suchtinfos gestenreich präsentiert: Gehörlose Jugendliche informierten sich

Zuletzt aktualisiert 25. Februar 2016 (zuerst 14. Januar 2009).

Münster. Die Fragen überraschten Britta Lütke-Wenning nicht, als sie jetzt zwölf Jugendlichen der Münsterlandschule die Angebote der städtischen Drogenhilfe vorstellte. Da ging es um Alkohol auf Partys, Gesundheitsschäden durch harte Drogen oder auch warum Hasch in Holland nicht verboten ist. Ungewohnt war nur, dass während ihrer Antworten die Blicke der jungen Besucher nicht ihr galten, sondern Tom Temming.

Gehörlose Jugendliche informierten sich bei städtischer Drogenhilfe Münster

Die Jungen und Mädchen aus der 9. und 10. Klasse der LWL-Förderschule sind gehörlos, und Tom Temming übersetzte während des Besuchs Fragen und Antworten in die Gebärdensprache. "Drogen und Sucht sind bei allen Jugendlichen ein Thema. Deshalb haben wir für sie viele Informationen und auch persönliche Beratungsangebote", sagt Georg Piepel, Leiter der Drogenhilfe im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien. "Doch damit erreichen wir hörbehinderte Jugendliche kaum." So haben diese beispielsweise oft Schwierigkeiten, die Schriftsprache zu verstehen.

Grund genug, gemeinsam mit der Hörbehindertenberatung der Paritätischen Sozialdienste den ersten Schritt zu machen und die Jugendlichen in die Schorlemerstraße einzuladen. Diese hatten schon Fragen mitgebracht und interessierten sich vor allem für die Online-Beratung im Rahmen der städtischen Alkoholpräventionskampagne "Voll ist out" (www.vollistout.de).

Ende Januar wird eine Gruppe schwerhöriger Jugendlicher die Drogenhilfe besuchen. Wer ebenfalls Interesse an den Angeboten der Beratungsstelle hat, kann über die Hörbehindertenberatung Kontakt aufnehmen (Tel. 61 85-1 24, Fax 61 85-1 45, esther.lisseck@paritaet-nrw.org).

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