Straßenfeste formen Nachbarn Initiative Nachbarschaft48165 ging in Hiltrup in die zweite Runde: Zwei Besuche

Straßenfeste formen Nachbarn Initiative Nachbarschaft48165 ging in Hiltrup in die zweite Runde: Zwei Besuche
Straßenfeste in Münster-Hiltrup, hier in der Karl-Immermann-Straße. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Hiltrup. Die vom Verein Stadtteil Offensive Hiltrup angeregten Straßenfeste gingen am Samstag in die zweite Runde. Wie viele es waren, weiß Linus Weistropp nicht. Über Rückmeldungen würde er sich freuen, sagt das Vorstandsmitglied. Von einigen Straßen wusste er, dass die Nachbarn die Anregung aufgegriffen hatten. Für einige sei es „nicht eine einmalige Geschichte“, sie seien schon bei der Premiere 2017 dabei gewesen und jetzt wieder. „Das muss man wachsen lassen“, meint Weistropp. Zum Kennenlernen seien solche Straßenfeste geeignet, also auch für neu Zugezogene, damit seien „nicht nur Flüchtlinge gemeint“.
Das Datum 4.8. sei gesetzt, auch wenn es mal auf einen Wochentag falle. Es könne sowie nicht jeder kommen, und immerhin sei es die Ferienzeit.
Die Karl-Immermann-Nachbarn haben das von der Kulturinitiative Hiltrup bereitgestellte Plakat genutzt (nachbarschaft.48165.de); es zeigt sich in einem Aufsteller. Sie treffen sich schon lange zu verschiedenen Gelegenheiten: Ein Straßenfest im Fünf-Jahre-Turnus schon seit etwa 30 Jahren, auch zum Glühweintrinken, unlängst zu einem Flohmarkt mit starker Beteiligung, erzählt Werner Gövert. Sie haben früh angefangen, um 14.30 Uhr, daher sind um 16.45 Uhr schon etliche nach Hause gegangen. Auf den Tischen steht noch Kuchen; zwei Bäume spenden Schatten und man blickt auf einen Wegweiser, an dem ein ausrangiertes Fahrrad mit Blumenkörben lehnt – auch so eine Nachbarschaftsaktion, von der Hildegard Ludewig berichtet. Noch auf der Liste: Das Verschönern weiterer Stromkästen.
In der Meinenkampstraße füllt sich gegen 17 Uhr der Wendehammer. Mit Handzetteln habe man eingeladen und um Anmeldung gebeten, 24 meldeten sich, berichtet Stephan Leinen. Die ersten Treffen gingen schon auf Erschließung und Bau Mitte der 90er Jahre zurück, „mit Bierchen und Feuerchen“, erinnert sich Manfred Holländer. Man habe nicht die ganze Straße eingeladen, eher einen angrenzenden Teil des Tulpenwegs. Das liege näher, so Leinen. Er freut sich, Leute kennenzulernen, die man sonst so im Vorbeiradeln grüßt. Dann kommt ein Schwung Gäste mit Stühlen und Hund Rocco um die Ecke – es geht los. Der Grill steht bereit.
Gern hätte Weistropp Rückmeldung von weiteren Nachbarschaften. Er hofft, dass die Idee nicht nur in Gegenden mit Einfamilienhäusern greift, wo sich viele aus Bauzeiten kennen, sondern auch in Ecken mit Mehrfamilienhäusern oder Wohnblöcken. Da gehe es ja sonst eher anonym zu.

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