Strand-Idylle und Abstrahiertes bei Vernissage im Kulturbahnhof

Vernissage zur Ausstellung von Conny Szymiczek im Kulturbahnhof Hiltrup. Fotograf: A. Hasenkamp, Münster.

Conny Szymyczek stellt aus

Münster-Hiltrup. Viel Strand-Idylle dominiert den ersten Blick in die Ausstellung von Conny Szymyczek im Kulturbahnhof bei der Vernissage am Sonntag. Die wechselnden Bilder einer Projektion irritieren – es sind so ganz andere Motive, vom Elefanten bis zu asiatisch-buddhistischen Motiven. Das setzt sich im ersten Stock fort, denn die Künstlerin interessiert sich für mehr als Meer.

Conny Szymyczek malt seit 10 bis 12 Jahren, sagt sie, und arbeite ganz autodidaktisch – Kurse habe sie nicht besucht, sagt die Havixbeckerin. In Öl ist ein Motiv vor New Yorker Kulisse gemalt, ihr einziges Werk in Ölfarben. Der Grund: Ölfarbe braucht lange, um so weit zu trocknen, dass man weiterarbeiten kann. Anders sei das bei Acrylfarben. Die nutzt sie, gern in Kombination mit Material wie Krepp oder Zeitungsausschnitten. Denn das erzeuge einen räumlichen Eindruck. So heißt ein Bild „Boote dreidimensional“, ein anderes „Blumen auf Leinen“. Malen heißt für sie, die „Seele baumeln lassen“ zu können, „den Alltag Revue passieren zu lassen“.

Das Spektrum ihrer Motive ist weit. „Strandkorb am Meer“ lautet einer der meist sprechenden, auf das gegenständliche des Motivs gemünzten den Titel, oder Leuchtturm. Vieles greift sie verstärkend und zugleich abstrahierend auf, wenn etwa Segelboote auf formgleiche, aber farblich pointierte Formen in satten Farben reduziert werden. Reizvoll ist auch der Kontrast von scharfem Vordergrund mit Segelbooten mit halb verwischten, halb unscharfen Wolkenkratzern. Und Szymyczek kann es noch weit abstrakter, mit einer reizvollen Kombination an Farben. 22 Exponate sind bis zum 20. November 2019 zu sehen.

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