Strampeln für eine Tasse Kaffee

Teilen heißt kümmern!

Münster/Fahrrad. "Jetzt weiß ich, was ich für meine Prüfungsstress-Kaffees tun muss", sagt Benedikt Kaiser lachend. Der Sportstudent hat sich bei einem Aktionstag zum Start des Energiesparprojekts ÖKOPROFIT an der WWU am Mittwoch (22. April 2009) auf's Fahrrad gesetzt und ordentlich gestrampelt. Dafür hat er die ein oder andere Tasse Kaffee bekommen. Neun Minuten kräftig in die Pedale treten – dabei wird die Energie aufgebracht, die ein Wasserkocher benötigt, um das Wasser für eine Tasse Kaffee zum Kochen zu bringen. Besucher des Aktionstags im Gebäudekomplex an der Fliednerstraße 21 konnten sich selbst auf's Rad setzen und sich symbolisch eine Tasse Kaffee erarbeiten. Diese Aktion sollte zur Sensibilisierung für das Thema Energieverbrauch beitragen.

Durch das "Ökologische Projekt für Integrierte Umwelttechnik" (ÖKOPROFIT) soll der Energieverbrauch in einem exemplarischen Gebäude der WWU im Laufe eines Jahres um mindestens zehn Prozent gesenkt werden. Der Gebäudekomplex Fliednerstraße 21 wurde ausgewählt, da er sehr unterschiedlich genutzte Räume beinhaltet – vom Büroraum bis hin zum Schwimmbad – und daher verschiedenste Ansätze zum Energiesparen erlaubt. Das Projekt, das vom Arbeitskreis WWUmwelt initiiert wurde, wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster durchgeführt. Bei dem Aktionstag wurde das Projekt ÖKOPROFIT vorgestellt, und es gab eine Reihe nützlicher Tipps rund um das Thema Energiesparen. Beteiligt waren Experten der Verbraucherzentrale Münster, der Energieagentur NRW, des Arbeitskreises WWUmwelt und Vertreter aus den Fächern Sportwissenschaften, Chemiedidaktik und Psychologie.

Die zehn Prozent Energieersparnis sollen durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden, etwa durch eine bessere Wärmedämmung von Dachflächen, eine präzisere Steuerung der Lüftungsanlage oder durch eine bedarfsabhängige Beheizung der Sporthallen. Auch das Verhalten von Mitarbeitern und Studierenden soll einen Beitrag leisten.  Joachim Kremerskothen vom Arbeitskreis WWUmwelt ist zuversichtlich, dass das Projekt an der WWU erfolgreich sein wird. "Darüber hinaus", sagt er, "kann man die Tipps, die man sich hier abholt, auch zu Hause nutzen."

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