Stadt Münster schnürt Maßnahmenpaket für den Infektionsschutz im Präsenzunterricht

Zum Unterrichtsstart am 22. Februar 2021: Bewährte Hygienepläne in Schulen / Vorsorge des Schulträgers soll um Schnelltests ergänzt werden

Münster (SMS). Das dürfte bei vielen Familien für Erleichterung sorgen: Am kommenden Montag (22. Februar 2021) starten Münsters Schulen zumindest in Teilen wieder in den Präsenzunterricht. 20 000 Schülerinnen und Schüler aus Grundschulen und weiterführenden Schulen betreten im Wochenverlauf nach langer Zeit ihre Klassenzimmer, sehen Mitschüler und Freunde wieder. Die niedrigen Inzidenzzahlen in Münster geben Schulen und Verwaltung aber keinen Grund, bei den vorbeugenden Infektionsschutzmaßnahmen im Schulbetrieb nachlässig zu werden.

Bereits mit Beginn der Pandemie haben die Schulen in Münster für ihre Gebäude und den Unterricht ausgeklügelte Hygienekonzepte erstellt. Sie sind jetzt eine gute Grundlage, sie für den Schulstart erneut unter die Lupe zu nehmen und da, wo es nötig erscheint, anzupassen. „Die auch in der Schülerschaft längst verinnerlichten AHA-Regeln, das wiederkehrende Lüften von Unterrichts- und Verwaltungsräumen, das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung auf dem Schulgelände und in den Gebäuden sind nach wie vor elementare Bausteine zur Vermeidung von Infektionsrisiken“ appelliert Dr. Dagmar Schwarte, Ärztin im städtischen Gesundheitsamt, an Schülerschaften und Kollegien, sich weiter strikt daran zu halten. Allen Lehrkräften und Beschäftigten in den Schulen stehen FFP2- oder medizinische Masken zur Verfügung; für die Schülerinnen und Schüler werden medizinische Masken als Ersatz in den Schulen vorgehalten. Sie sollten, wann immer es geht, auch über die Vorgaben der Schutzverordnung hinaus, getragen werden. 

Infektionsschutz in Schulen minimieren

„Die Stadt trägt das ihre dazu bei, das Infektionsrisiko an den Schulen so gering wie möglich zu halten –  und im Zweifel auch schnell reagieren zu können“, weist Stadtdirektor Thomas Paal auf Maßnahmen hin, die bereits umgesetzt oder in Planung sind.  So hat die Stadt 300 mobile Luftfilter den Schulen schon im Dezember zur Verfügung gestellt für einen hochwirksamen Virenschutz in schwer zu lüftenden Räumen. Darüber hinaus hat die Stadt den Unterricht an den Innenstadt-Gymnasien um 30 Minuten später beginnen lassen. Dieser entzerrte Unterrichtsstart lebt mit dem neuerlichen Schulstart wieder auf; die Ergebnisse der Elternumfrage fließen in die Planungen der Verkehrsträger ein.  

Schnelltests – Testung von Schülern                                                                                       

Auch bei der Testung von Schülerinnen und Schülern will es die Stadt nicht bei den Landesmaßnahmen belassen. Für alle Beschäftigten in Schule hat das Land die Möglichkeit von zwei Schnelltests pro Woche eröffnet, die Stadt nimmt dazu ergänzend den Schutz der Schülerschaft in den Blick. Die Planungen sind angelaufen, das bewährte System präventiver Maßnahmen bei Infektionsfällen in Schulen auszubauen. „Für die festgestellten Kontaktpersonen der Kategorie 1 besteht schon jetzt die Möglichkeit der Testung in den hausärztlichen Praxen. Wir wollen Tests auch den in Gruppe 2 eingestuften Kontaktpersonen ermöglichen, also jenen, die einen geringeren unmittelbaren Kontakt zu einem Infektionsfall hatten“, sieht Schuldezernent Thomas Paal einen guten Weg, so noch mehr Infektionsschutz in Schule zu bringen.

„Laientests“ im Elternhaus mit Kindern

Dafür setzt man auf die zugelassenen so genannten Laientests, die im Elternhaus mit den Kindern durchgeführt werden können. „Unsere Aufgabe ist, Eltern die Informationen zum Gebrauch der Tests leicht verständlich und in mehreren Sprachen an die Hand zu geben, in den Schulen für Ansprechpartner zu sorgen, die von den Eltern im Zweifelsfall telefonisch kontaktiert werden können, und natürlich den Eltern betroffener Schülerinnen und Schüler die Tests zur Verfügung zu stellen“, skizziert Thomas Paal die nächsten Schritte der Verwaltung.

Stadt Münster informiert Schulen und organisiert Schulungen sowie Tests

Dazu sollen so schnell wie möglich die erforderlichen Handreichungen geschrieben, der Kontakt zu den Schulen aufgenommen, Schulungen für die Ansprechpartner organisiert und Tests beschafft werden.

Zwischen Schulen und Gesundheitsamt besteht ein eingespieltes Verfahren, wie im Infektionsfalle vorgegangen wird, um eine Ausbreitung schon im Ansatz zu ersticken. Daran mitwirken, ein Infektionsgeschehen in Schulen zu vermeiden, kann jeder und jede: Wer Symptome von Covid-19 verspürt, sollte vorsorglich auf den Schulbesuch verzichten und den Hausarzt kontaktieren. Das ist eine Maßnahme für Infektionsschutz im Präsenzunterricht in Schulen.

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