Sopran und Cello in der musikalischen Andacht in St. Nikolaus

Sopran und Cello in der musikalischen Andacht in St. Nikolaus
Ludwig Frankmar, Jana Czekanowski-Frankmar und Thorsten Schwarte bestritten den musikalischen Part der Andacht zu Fronleichnam. Foto: A. Hasenkamp.

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Innige Klänge von der Orgel-Empore

Münster-Wolbeck. Zum Fronleichnamstag hatte die Gemeinde St. Nikolaus Münster auch zu einer musikalischen Andacht in St. Nikolaus eingeladen, mit Aussetzung und eucharistischem Segen.

Nicht einlullen lassen solle man sich „von ach so schönen Bräuchen“, sagte Diakon Ralf Bisselik in einem Impuls zu Fronleichnam. Es gehe darum, die Weite zu suchen, ins Freie zu gehen, um „Prozession“ als „fortschreiten“. Am „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ sei das Anliegen, „Christus hochzuhalten“ und „aus dem Opfer Christi“ zu leben.

Den musikalischen Teil der Andacht prägte nach einem verhalten-meditativen Auftakt mit „Jesu meine Freude“ des in Wolbeck gut bekannten zeitgenössischen Komponisten Felix Bräuer festliche Barockmusik für Sopran, Barockcello und Orgel. Dafür standen schon die Namen Jana Czekanowski-Frankmar, Sopran, und Ludwig Frankmar, Cello, beide in Berlin beheimatet. So konnte man Klänge von Claudio Monteverdi hören (Salve Regina) Alessandro Grandi (Oh, wie schön bist du) genießen mit intensivem Sopran, von Girolamo Frescobaldi, Francesco Cavalli, mit stärkerem Cello-Part bei Telemanns Fantasia für Viola da Gamba solo, sodann ein Orgel-Solo von Johann Sebastian Bach mit dem Sinnspruch der Andacht „Meinen Hirten bleibt‘ ich treu“ und schließlich „Meine Seele hört im Sehen“ von Händel. Die Orgel spielte Thorsten Schwarte.

Die Musiker spielten und sangen auf der Empore. Das war kaum anders möglich. Ein Verlust an Eindrücken ist es gewiss – man kennt u.a. Frankmar aus Solo-Auftritten im Juni 2011 und März 2015 als innig versunkenen Interpreten. Der Applaus der gut 20 Gäste in St. Nikolaus war kräftig. Die Kapazität der Kirche wurde bei weitem nicht ausgeschöpft.

Die nächste Andacht mit Musik steht kurz bevor, diesmal mit zwei Organisten: Thorsten Schwarte und Felix Bräuer lassen die Orgel singen zu vier Händen und vier Füßen: „Cantantibus Organis – a due II“. Am 13. Juni um 18 Uhr ist es so weit.

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