Schulraum, Sport und Verkehr Bürger besichtigen Infrastruktur-Projekte eines wachsenden Wolbeck

Münster-Wolbeck. Zur Radtour zu Projekten in Wolbeck hatte Dietmar Tepper als Vorsitzender eingeladen. Schon das ergab eine lange Liste, für die sich die 30 Teilnehmer knapp zweieinhalb Stunden Zeit nahmen. Drei Vertreter der CDU in der Bezirksvertretung Südost wechselten sich fließend mit den Erläuterungen ab: Martin Peitzmeier, in der BV seit 2006 und stellvertretender Bezirksbürgermeister, Josef Schwegmann und Oscar Lass. Der Wolbecker Ratsherr Horst-Karl Beitelhoff war verhindert.

Am Marktplatz kommt im Herbst und damit früher als erwartet der Baubeginn für den Kreisverkehr am Marktplatz in Wolbeck, auf dem auch das Ziegenbocks-Denkmal Platz finden soll. Deutlich mehr Aufenthalts-Qualität soll der Platz erhalten, sagte Lass, auch mit einem Mäuerchen. Die (irregulären) Parkplätze zwischen den gekennzeichneten Plätzen fallen weg. Den Schleichverkehr durch die Franz-von-Waldeck-Straße soll ein Verkehrshindernis senken. Und der Wochenmarkt? Auf keinen Fall soll er unterbrochen werden, so die CDUler, denn daran könne der für die Beschicker unzureichend besuchte Markt zugrundegehen. Man arbeite an Ideen für eine Übergangslösung. Vom Parkplatz gegenüber der Kirche St. Nikolaus und dem neben der Christuskirche war die Rede. Zum Bau des Kunstrasenplatzes mit dem Bauherren VfL Wolbeck erklärte Lass, hier sehe man, was möglich sei, „wenn Vereinsleben und Politik gemeinsam ein Ziel verfolgen.“ Im Oktober soll das 1,5-Millionen-Projekt fertig sein. Die südlich des Hofes Buddenbäumer liegende Freifläche habe die Stadt Münster als eventuelle Sportfläche freigehalten. Die Pläne für die York-Kaserne sähen keine Sportflächen vor.
Am Schulzentrum entstehen bis zum Ende der Sommerferien drei zusätzliche Klassenräume. Der Tartan-Platz, so Schwegmann, werde saniert.
Auf dem ehemaligen Lancier-Gelände entstünden 180 Wohneinheiten. Eine eventuelle Ausdehnung des Baugebiets nach Süden sei in den Straßenplänen bereits berücksichtigt. Beim Streit-Thema Zuwegung sei man „noch nicht viel weiter“, so Schwegmann.

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Petra Hensel-Stolz vom Kreisvorstand der CDU zeigte ihren Kollegen, wo sie und andere Jogger der Schuh drückt: Durch die Ortsumgehung Wolbeck ist ein Pfad in den Grafenbusch weggefallen, der Graben macht den alten Pfad unzugänglich. Wie wäre es mit einer Überquerungs-Hilfe?
„Es gibt in Wolbeck-Nord derzeit auf dem freien Markt keine Grundstücke zu kaufen“, teilte Oscar Lass mit. Die Quadratmeter-Preise seien bei 450 Euro angekommen, ohne Erschließung. In Alverskirchen liegt der Preis bei 130 bis 160 Euro. „Meine Kinder würden gern in Wolbeck bauen“, sagt einer der Mitfahrenden, „aber das ist unbezahlbar.“ Geplant ist am Borggarten eine zweite Querungshilfe, die Richtung Ortsmitte hinter einer Häuserreihe zum Angelseitenpfad führen soll.

wolbeck-cdu-rundfahrt wolbeck-cdu-rundfahrtEin Augenmerk galt der Frage, wie die Infrastruktur Wolbecks mit dem Zuwachs an Bevölkerung mitkomme. So sah sich die Gruppe auch eine Wiese am Grenkuhlenweg näher an, auf der sie ein Schimmel begrüßte: Dort und dahinter soll ab 2018 die zweite Grundschule entstehen. Zum Esch als Zubringer sagte Peitzmeier: „Die Stadt geht davon aus, dass gebaut wird.“
Der Friedhofs-Parkplatz wird um acht Stellplätze erweitert. Hinter  ihnen soll ein Regenrückhalte-Becken entstehen.

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Über Andreas Hasenkamp 6432 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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