Schulen für Teilnahme an Lernverlaufsdiagnostik gesucht

Anfang September startet die Schule wieder. Wie sehr die Kinder vom Unterricht profitieren, zeigen nicht nur Hausaufgaben und Klassenarbeiten, sondern auch moderne, von Psychologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) entwickelte Diagnose-Software. Die Wissenschaftler wollen in Bezug auf das Lesen untersuchen, inwiefern ergänzende Fördermaterialien, die den teilnehmenden Lehrern zur Verfügung gestellt werden, individuelle Förderung im Regelunterricht erleichtern. Dafür werden noch teilnehmende Grundschulen gesucht.


Das Forschungsprojekt soll bereits vier Wochen nach den Sommerferien beginnen. Interessierte Lehrer erhalten ausführlichere Informationen dazu über das Institut für Psychologie in Bildung und schulischer Erziehung der WWU. Darüber hinaus haben Grundschulen im Raum Münster die Gelegenheit, das Konzept der Lernverlaufsdiagnostik namens "quop" zur individuellen Förderung zu nutzen. Dafür stehen Testreihen im Bereich des Lesens für die Klassenstufen 3 und 4 sowie in Mathematik für die Klassenstufen 1 bis 3 zur Verfügung.

Da die Tests jedes Mal neue Aufgaben haben, aber immer gleich schwer bleiben, zeigen die Lernverläufe echte Kompetenzsteigerungen an. Dieses in den vergangenen drei Jahren entwickelte Testsystem hat den Vorteil, dass Lehrkräfte Informationen über die Lernverläufe aller Schüler bekommen – ganz ohne Korrekturaufwand. Das ermöglicht, Förderungen individuell zu planen. Dass dieses Konzept tatsächlich wirkt, hat das Forscherteam um Prof. Dr. Elmar Souvignier in mehreren Studien mit rund 2.000 Schülern nachweisen können: Klassen, die "quop" nutzten, verbesserten ihre Leistungen signifikant stärker als Klassen ohne diese Information zu den individuellen Lernverläufen.

Weitere Auskünfte sind unter lesen.cbm@uni-muenster.de zu bekommen.

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