Schreck dank Schrot – König wird Kronkaiser Bürgerschützen und Heimatfreunde Angelmodde feiern Schützenfest für die ganze Familie

Schreck dank Schrot – König wird Kronkaiser Bürgerschützen und Heimatfreunde Angelmodde feiern Schützenfest für die ganze Familie
Schützenfest der Bürgerschützen und Heimatfreunde Angelmodde auf der Festwiese an der Werse. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zuletzt aktualisiert 13. Mai 2016 (zuerst 6. Mai 2016).

Münster-Angelmodde. Jule Kersting heißt die Königin der Bürgerschützen und Heimatfreunde Angelmodde – Luca Goddemeier und Clemens Lewe hievten die 13-jährige Königin der Kinderschützen auf ihre Schultern, gleich neben dem Druckluft-Korken-Gewehr von Dirk Borgert vom Schützenverein Hubertus Angelmodde aus Angelmodde-West. [ Link zu Foto-Galerie mit Fotos u.a. vom Vogelschießen der Bürgerschützen und Heimatfreunde Angelmodde, 2016 ]
Weit dramatischer verlief die Kür der anderen zwei Könige. Gerade hatte Denis Klaverkamp, Schießwart seit acht Jahren, nach 235 Schuss Kleinkaliber auf Schrot umgestellt, da fiel der rechte  Flügel und der gestutzte Vogel drehte sich kräftig. Luca Goddemeier schoss – er wollte „einmal mit Schrot schießen“. Der Vogel bewegte  sich erneut, sahen insgesamt 35 schießende Jungschützen, einige von ihnen mit Nachwuchs auf dem Arm.
Nun konnte der Vogel fallen, aber damit rechnete zumindest Ralf König nicht. Er wollte keinesfalls Kronprinz werden – weniger, weil er schon 2013 König war, sondern aus Rücksicht auf Frau und zarten Nachwuchs. Einmal schoss er doch … und schlug die Hände über dem Kopf zusammen, „nein, das geht nicht“, entfuhr es ihm, während die Schar der Jungschützen um ihn schon jubelte. Dann verließ er den Schießstand, Gespräche standen an. Würde er das Amt antreten? „Wer schießt, der schießt“  hieß es ums Gewehr herum, und das sei doch absehbar gewesen. „Ich mach’s freiwillig“, krakeelt ein Jungschütze mit Spitzbart. Letztlich ringt sich König zu einer souveränen Lösung durch: „Ich mache es!“ Zweiter Jubel – und  Gratulanten versichern ihm: „Wir stehen hinter dir“. Seine Frau hatte es erst nicht glauben wollen; Oberst Bernhard Overhageböck musste ihr dass royale Missgeschick bestätigen. Dann habe sie sie es gelassen aufgenommen, erzählt König, der nun einer der seltenen „Kronkaiser“ ist. Die Bauart begünstigte den frühen Fall: In den Vorjahren hatten die Holztiere so lange Widerstand geleistet, da hatte man sie leichter konstruiert.

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„Das ist das beste, was man machen kann: in die Jungschützen einzutreten“, sagt Jos Mantke. Das sei eine große Familie, man springe füreinander ein.
Schon hing der nächste Vogel, jener der Altschützen, das Zielfernrohr wartete mit Kleinkaliber. „Es ist Kaiserwettter“, ruft einer zum König des Jahres 2015, Udo Kahlenborn. Der schießt trotzdem, Kaiser werden will er aber nicht – er habe ja ein Amt, das des stellvertretenden Kassierers. Den Apfel schießt Oliver Zirpins, das Zepter Kai Nolting, die Krone Markus Lewe, den linken Flügel Frank Schlautmann, noch einer, der mal überraschend König wurde. Als der Fall des Vogels näher rückt, schießen noch Michael Lausch, ein Neuzugang aus Beutin, Christoph Balke und Andreas Farwick. „Ich wollte nur jemand anderen motivieren.“ Das sagt Farwick, als er schon König ist, nach Schuss 274.


Bei den Jungschützen holte das Zepter Raphael Rettig, die Krone Alexander Otte, den Apfel Tobias Bernzen, den linken Flügel Jos Mantke.

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