„Schönster Dorfkern in Münster“: Denkmalschützerin würdigt Heimatfreunde Angelmodde

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Münster-Angelmodde. In „Angelmodde ist der schönste Dorfkern, den ich hier in Münster habe“, sagte die städtische Denkmalpflegerin Mechthild Mennebröcker am Mittwochabend bei der Generalversammlung der Heimatfreunde Angelmodde. Denkmäler und Bauwerke, die es nicht mehr sind, standen im Zentrum des Abends in der Gaststätte Hoffschulte.

Mennebröcker zeigte viele historische Bilder von der Wegkapelle bei Vornholt, den Bildstock am Schütthook, Fachwerkspeicher, den Häusern der Künstlerkolonie, Haus Dahl und der Kirchen von St. Agatha und der Friedens-Kirchengemeinde.

Geschäftsführer-Posten unbesetzt / Mitgliederbeitrag einstimmig erhöht

Volbert konstatierte den Verlust der Geschäftsführerin Dr. Ute Ewering; über eine Neubesetzung wurde nicht gesprochen – anders, als im Juli angekündigt.Der alte Mitgliedschaftsbeitrag ließ sich nicht mehr halten. Das sei die erste Erhöhung seit 1992, sagte Kassiererin Dr. Margit Laß. Der Beitrag sei angesichts des Unterhalts des Gallitzin-Hauses und des für die Mitglieder kostenlosen Jahrespublikation bemerkenswert niedrig gewesen, betonte Heinz-Georg Buddenbäumer, und stellte sogleich den Antrag, der Erhöhung zuzustimmen. Das taten die zwei Dutzend Mitglied ohne Umschweife. Der Beitrag steigt von 21 Euro jährlich auf 30 Euro. Der Verein, so Laß, freue sich „über ein paar sehr schöne Spenden“, fürchte aber „die nächste Tankfüllung“ für das Haus Gallitzin.
Die Kassenprüfung sei einwandfrei, so die Kassenprüfer Josef Hemesath und Renate Sölken. Sölken gab ihr Amt ab; neue Kassenprüfer sind Dieter Fischer und Hemesath.

Rückblick auf Ausstellungen und Vorträge

Auf zahlreiche Ausstellungen und Vorträge konnte Volbers in seinem Rückblick hinweisen. Besonderen Dank erhielt Jochen Brück für die Ausstellung zum Bildhauer und Zeichner Julius Viertmann. Hein Götting berichtete über die Kupferstiche der Schwiegereltern der Gräfin Gallitzin. Sie und die ursprünglichen Ölgemälde seien von renommierten, europaweit gereisten Künstlern angefertigt worden. Tono Dressen hatte die Bilder auf dem Flohmarkt erstanden, Götting die Rahmen gestiftet und recherchiert.

Pläne trotz knapper Finanzen

Der Finanzknappheit zum Trotz will der Verein die Restaurierung des Bildstocks am Twenhövenweg in Angriff nehmen. Die Finanzierung sei völlig offen. Am Morgen darauf erreichte Kajo Plassmann jedoch eine Zusage der Sparkasse Münsterland-Ost über „eine namhafte Summe“.

Passend, doch anscheinend ungeplant gab es noch ein Gedicht eines zugereisten Angelmodders, ein Dank an Wegekreuze: Sie seien ein „immerwährendes Gebet“, sie sprächen „weiter, wo ein Mund schon lange schweigt“.

Veranstaltungen für das Jahr 2008 sind in Planung, so Volberts. Mit zwei Malerinnen und einer Töpferin sei er im Gespräch und ein Kenner der Lamberti-Kirche habe einen Vortrag zugesagt. Für die Chronik über Angelmodde im Zweiten Weltkrieg habe Hans Tacke schon über 20 Zeitzeugen finden können.