Schlaun-Fest 2013 fördert Nachwuchs für die Baukultur

Zuletzt aktualisiert 30. Juni 2015 (zuerst 2. Juni 2013).

Münster. Ideen für die gebeutelte Stadt Rheine zu finden und zugleich junge Architekten, Städtebauer und Bauingenieure aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zu fördern, das war das Ziel des zweiten Wettbewerbs des Vereins Schlaun-Forum. Am Sonntag, nah am Geburtstag des berühmten Architekten, verlieh der Verein im Festsaal des Erbdrostenhofes in Münster die Preise und Anerkennungen an 25 Personen.

 13 Studierende der Fachhochschule Münster unter den Preisträgern des Schlaun-Forums

13 von ihnen studieren an der FH Münster. Das Engagement der FH für die Schlaun-Wettbewerbe zu fördern, daran liegt dem Forum besonders, betonte Diplom-Ingenieur Volker Busen im Pressegespräch. Der Wettbewerb reicht aber weit über Münster hinaus. Unter den Teilnehmern waren auch Studierende aus Graz und Zürich. Über 80 Studierende von 16 Universitäten und Hochschulen hatten eine Arbeit abgegeben. Eine davon war fächerübergreifend – davon wünscht das  Forum sich mehr.
In Rheine ging es um eine 2006 aufgegebene Kaserne und die Emsauen sowie Grün- und Freiraumflächen. Ideen für Wohnbebauung konnten die Preisgerichte ebenso begutachten wie Brückenkonstruktionen mit Aufenthaltsqualität oder eine reine Bildidee „mit Chuzpe“. Viele Ideen waren unerwartet – so wünscht es sich das Forum.

BIMA unter Sponsoren des Schlaun-Preises für Baukultur

Das Interesse an den Arbeiten der Studierenden war groß. Zu den Sponsoren des Wettbewerbs gehört einer der größten Grundstückseigentümer Deutschlands, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, deren Direktor, Dr. Gerald Brummund, würdigte die Arbeiten. Beteiligt ist auch die NRW.BANK, für die Melanie Kloth die Vielfalt der kommenden Aufgaben der Stadtplanung unterstrich. Ganz nah dran an einer Umsetzung einzelner Ideen ist die Bürgermeisterin von Rheine, Dr. Angelika Kordfelder, die den Studierenden für ihre kreativen Ideen herzlich dankte. Für die Studierenden sind solche Preise heute essentiell für den Eintritt in das Berufsleben, betonte Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer, Sprecher des Schlaun-Forums.

Architekten und Bauherrn auf Augenhöhe?

Wie Architekten und Bauherrn am besten miteinander umgehen sollten, um Baukultur zu schaffen, nämlich auf Augenhöhe, das brachte der Architektur-Kritiker Gerhard Matzig in einem humorvollen Vortrag allen Festgästen des Schlaun-Forums nahe.
Ein Grußwort per Video gab es vom Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf: Um ein problematisches Viertel der Landeshauptstadt Düsseldorf dreht sich der nächste Schlaun-Wettbewerb.

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