Satellitenpositionierung für Spezialanwender: SAPOS-Nutzerforum in Münster

Teilen heißt kümmern!

Münster. Wer beim Reisen ein Navigationssystem mit GPS (Global Position System) benutzt, für den ist es selbstverständlich, die aktuelle Position durch einen Punkt auf einer Karte angezeigt zu bekommen. Was so einfach erscheint, funktioniert nur, weil beim Autofahren die Metergenauigkeit der einfachen GPS-Messungen völlig ausreichend ist und mögliche Ungenauigkeiten an Kartenrändern vernachlässigt werden können. Diese für den Laien sicherlich zu verschmerzende Ungenauigkeit ist jedoch bei den Fachanwendern nicht tolerierbar. Daher verwenden Verwaltungen und Katasterämter das System SAPOS, das Satellitenpositionierungssystem. Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 20.04.2007 mit.

Die Bezirksregierung Münster hat heute (20. April) gemeinsam mit dem Landesvermessungsamt zu einem SAPOS-Nutzerforum in Münster eingeladen. Dort tauschten rund 100 Teilnehmer aus öffentlichen Verwaltungen, Vermessungsbüros sowie einige Hersteller von SAPOS- Messgeräten ihre Erfahrungen mit diesem System aus.

SAPOS ist ein bundesweites Projekt der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen und bietet eine sekundenschnelle Genauigkeitssteigerung der Positionsbestimmung bis in den Millimeterbereich. Möglich macht dies ein flächendeckendes Netz von Referenzstationen, die permanent GPS-Satellitensignale auswerten und Korrekturdaten ermitteln.

Mit Hilfe dieser Technik können beispielsweise Gebäude oder Grundstücksteilungen schneller und effizienter mit hoher Genauigkeit vermessen werden. Die Bezirksregierung Münster fördert und unterstützt den Einsatz des Systems im Rahmen ihrer Aufsicht für die Kataster- und Vermessungsämter sowie die öffentlich bestellten Vermessungsingenieure. SAPOS ist ein international anerkannter GPS-Positionierungsdienst. Die Integration des europäischen Satellitensystems GALILEO in den kommenden Jahren wird vorbereitet.