Salonorchester Münster besticht mit Virtuosität und Schwung

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Sendenhorst-Albersloh. Schwung erwartete, Schwung bekam das Publikum des Salonorchesters Münster im fast voll besetzten Haus Siekmann am Sonntagmorgen.Zum Eröffnungsstück „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien“ kommentierte Oliver Haug den doppelten Sonntags-Auftritt des Orchesters in Sendenhorst, es hätte statt Wien auch Sendenhorst heißen können.

Karlheinz Cieschek, Gründer des Salonorchesters, führte durch das Programm und erzählte, wie Walzerkönig Johann Strauß aus unglücklichem Anlass vom Österreicher zum Bürger Sachsen Coburg Gotha wurde, mit anderen Worten ein Deutscher. Eher klassisch wärmte der erste Teil des Konzerts auf, dann ging es in die bunte Welt von Film und Oper. Verbindend war für viele Stücke das Lebendig-Tänzerische. Die gut aufgelegten Künstler ernteten viel dankbaren Applaus.

Freya Deiting zeigte, durchaus stellvertretend für das ganze Orchester, ihre Sicherheit in höchsten Lagen, so im „Russisch“ von Jo Knümann und in der Gavotte von Francoise Gossec.

Als Solisten kannten einige den Cellisten Kayami Satomi Farias womöglich schon, denn der Brasilianer hatte 2006 im St. Josef-Stifts in Sendenhorst sein Können gezeigt. In Haus Siekmann spielte er mit Oliver Haug (am „Ge-Flügel“) den „Schwan“ aus „Karneval der Tiere“. Ornithologen mögen aus der virtuosen Darbietung münsterisches „Petra“-Lokalkolorit herausgehört haben.

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