Rauchmelder fehlte: Löschzug Wolbeck blickt auf Jahr 2015

Der Löschzug Wolbeck begrüßte zur Jahresversammlung den Chef von Münsters Feuerwehr, Benno Fritzen (2. v.l.). Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Wolbeck. Münsters oberster Feuerwehrmann Benno Fritzen war am Samstag zu Gast bei der Jahresversammlung des Löschzugs Wolbeck der Freiwilligen Feuerwehr. Fritzen dankte den Wehrleuten für den Dienst; 500 Einsätze der Freiwilligen aus ganz Münster sprächen für sich. 2015 seien die großen Katastophen ausgeblieben.

Ein Rauchmelder hätte vielleicht das Schlimmste abgewendet

Das wollte Antonius Markfort, Leiter des Löschzugs, so nicht stehen lassen. Ein Brand in einem Haus an der Straße Am Steintor habe ein Todesopfer gefordert. „Trotz schnellen Eingreifens und guter Ortskenntnisse im Haus konnten wir den Bewohner nur noch tot bergen. Ein einfacher Rauchmelder hätte hier vielleicht Leben retten können.“

Löschzug Wolbeck zählt zu größten Münsters

Der Löschzug Wolbeck zählt 33 Kräfte, zwei davon sind Frauen. 36 sind in der Ehrenabteilung, in der Jugendfeuerwehrgruppe sind drei Jugendliche aus Wolbeck. Das Jahr 2015 brachte 43 Einsätze; diese Zahl, so Markfort, sei „erschreckend hoch“. Am zahlenstärksten waren Feuer- und Öl-Alarme (14 bzw. 6) sowie die Hilfe für „Hilflose Personen hinter Wohnungstür“. 2014 hatten die Einsätze wegen des Sturzregens fast das Doppelte an Einsatzstunden verlangt: Es waren 919 Stunden. Die Wehrleute informierten Kinder der Kindergärten St. Nikolaus, Schulzentrum und Drostenhof über Brandschutz. Insgesamt kamen mit Übungen 1600 Stunden zusammen.
Dirk Becker vom Vorstand des Stadtfeuerwehrverbandes lud die Wolbecker ein, doch anders als 2015 wieder am Leistungsnachweis teilzunehmen. Der werde wieder auf dem Hafenvorplatz in Münster stattfinden, so gut der Öffentlichkeit sichtbar, wie die Sicherheitsvorschriften des Ordnungsamts es erlauben.

Feuerwehr-Chef zum letzten Mal zu Gast

Bei den Beförderungen des Jahres war vom Feuerwehrmann-Anwärter bis zum Oberbrandinspektor alles dabei. Befördert werden Marten Schwegmann, Marko Stegemann, Jannik Schall, Carsten Wiewel, Julian Beumer, Saskia Stehmann, Christoph Dreyer, Christian und Sebastian Ringbeck, Sven Grüntgens, Markus Lange, Christian Markfort, Sven Olbrich, Torsten Hinkelmann und Björn Scholle. 35 Jahre bei der Feuerwehr ist Rainer Breul. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet sich Reinhard Frenz.
Zu Gast waren auch der Verbindungsmann zur Berufsfeuerwehr, Rolf Kenter,  von der Ehrenabteilung Anton Böckmann und Franz Friehage. Zu den Vertretern der Jugendfeuerwehr, Nils Markfort und Nick Nonnhoff, sagte Fritzen, er freue sich, wenn beide darauf brennen würden, in den aktiven Dienst überzugehen. Beide nickten.

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