„Voll ist out“ an Kiosken und Tankstellen

Münster.- Abends und an Wochenenden ein alltägliches Bild: Junge Leute decken sich an Kiosken und Tankstellen mit Alkoholika ein – für die spontane Party, zum "Vorglühen" vor dem Ausgehen oder einfach um die hohen Preise in Gaststätten und Diskotheken zu umgehen. Da stellt sich oft die Frage, ob sie schon alt genug für Alkopops oder Wodka sind. Bei der Kampagne "Voll ist out" des Amtes für Kinder, Jugendliche und Familien wenden sich Zweier-Teams der Drogenhilfe jetzt gezielt an Einzelhändler, um auf die besondere Verantwortung beim Alkoholverkauf aufmerksam zu machen.  Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster mit (23.2.2006).

Ob Privatparty, Silvesterfete oder Karnevalsfeier – bei den meisten Jugendlichen gehört Alkohol inzwischen dazu. Leider hat bereits etwa die Hälfte aller Zwölfjährigen Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Riskante Konsummuster wie Koma- oder Rauschtrinken in Jugendcliquen geben ebenfalls Anlass zur Sorge. Verantwortungsvoller Umgang mit der legalen Droge ist gefragt, um einer Sucht vorzubeugen. Daher geht das Jugendamt jetzt auf Betreiber von Kiosken, Tankstellen, Gaststätten und anderen Alkoholverkaufsstellen zu.

Leichte Verfügbarbeit verführt:  "Jugendschutz geht vor – kein Alkohol unter 16"

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig, dass die Verfügbarkeit von Alkohol einen hohen Einfluss auf Konsummenge und -häufigkeit hat. Im Gespräch mit den Betreibern der Verkaufsstellen und durch die Abgabe von Infomaterial klären die Mitarbeiterinnen der Alkoholpräventionskampagne über gesetzliche Regelungen und deren Hintergründe auf. Handel und Gewerbe werden aufgefordert, die Botschaft der Kampagne aktiv zu unterstützen und ihre Haltung zum Jugendschutz öffentlich zu machen. Dafür erhalten sie das eigens entworfene Siegel "Jugendschutz geht vor – kein Alkohol unter 16", das als Aufkleber gut sichtbar an Türen und Fenster geklebt werden soll.

Kontakt für Interessierte

Interessierte Betreiber von Alkoholverkaufsstellen können sich direkt an die Fachstelle für Suchtvorbeugung im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien wenden. Infos gibt es unter Tel. 4 92-51 85 oder im Internet (www.vollistout.de).

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