Quietschlebendige kfd Angelmodde

Teilen heißt kümmern!

Münster-Angelmodde. „Für immer jung“ war das Motto – und das beleuchteten die Frauen der Angelmodder kfd St. Agatha nicht nur von mehreren Seiten, sondern auch mit Selbstironie. Ein Anlass zum Blick auf Alter und Zukunft war das Jubiläum des Angelmodder kfd-Karnevals: Er ist zehn Jahre jung.

Die Szenerie in der Alten Schule katapultierte die Gäste in die 70er Jahre – da hing Gitte Haenning  an der Wand, Jane Birkin, die Rolling Stones, Roy Black und Peter Maffay „Jeder Junge braucht ein Mädchen“ –  diese Mädchen am Donnerstagabend nicht – sie stemmten ganz allein ein reiches, flottes buntes Programm, dessen Beschallung Gabi Hausmann oblag. Männer tauchten nur als „Horst Schlämmer“ auf: Köstlich inszenierten Rita Schapmann, Conny Stockel und Monika Ruwe „Horst Schlämmer und seine Gisela“.
Eine Büttenrede gab es nicht, doch Agnes Salomo kredenzte in den Umbau- und Umzieh-Phasen Kurzweiliges. „Wir könnten alle schon Omi sein, was Gott verhüten möge!“ Und immer hieß es dann für den nächsten Sketsch oder Tanz: „Spot an, Yes we can!“.
Auch Lokales wurde aufgespießt. Den Wolbeckern legten sie nahe, Ex-Verkehrsminister Wittke nochmal eine Ziege zu leihen, auch eine hermaphroditische Ziege kam vor.
Nachwuchs will die kfd. Wie schwierig sich die Suche nach wirklich geeigneten Kandidatinnen gestalten kann, zeigte der Sketsch am Info-Stand. Eine Neugierige interessiert sich vorrangig für Plätzchen – davon will die kfd weg, eine andere nur für (ihren) Nutzen und will sich als Beraterin bezahlen lassen, eine andere gehört zu sehr zur Öko-Müsli-Fraktion.
Die kfd hatte nicht nur Stücke ausgegraben, sondern eines ganz selbst verfasst – den „Hosenkauf“ von fünf taillenbewussten Damen.
Teils im Stehen oder auf dem Fußboden sitzend ließen sich die Frauen mitreißen und applaudierten reichlich. „Zugabe!“ forderten sie von den „Zehn Tenören“. Sie hätten Roy Black zitieren können „Dieser Tanz soll nie zu Ende gehn.“
„Sagenhaft – war das nicht ein tolles Programm?“ Diese Frage einer Zuschauerin war rhetorisch. Das einzige, was die kfd St. Agatha beii ihrem ganz besonderen Karneval drückt, ist die Enge im vollen Saal. Frau hofft hier auf den Umbau des Feuerwehrhauses. Zum Glück seien, so Agnes Salomo, die Feuerwehrleute beim Löschen schneller als die Bauarbeiter beim Bauen. 20 Frauen haben an dem Programm mitgewirkt. Im November sucht man Ideen und legte das Motto fest, im Januar wurde es dann ernst mit Proben.

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