„… und trotzdem“ – Künstler hilft bei Fastenbrevier-Vermittlung

Münster-Angelmodde. Aus technischern Nöten entstand ein kleine Kunst-Hilfsaktion.
Um den Gläubigen in Südost das "Ökumenische Fastenbreiver 2015" nahezubringen, wollte Pfarrer Klaus Wirth eine vergrößerte Kopie der Titelseite des Breviers in der Kirche St. Bernhard zeigen. Doch die Titelseite arbeitet mit so zarten Kontrasten – das wurde nichts. Nur das "… und trotzdem" des Titels wäre lesbar gewesen, der Rest schwarz.

Doch Wirth hatte  Gamal Kalil getroffen, bei dessen Ausstellung im Gallitzin-Haus. So entstand eine andere Lösung – der aus Syrien stammende kurdische Künstler malte den Schriftzug und gestaltete einen mit Farbverläufen arbeitenden Hintergrund, dunkel gehalten, aber strukturiert. Und er schenkte den Gemeinden vier der Acryl-Gemälde auf Keilrahmen, jedes mit einem anderen Hintergrund.
In St. Bernhard steht Kalils Gemälde vor dem Altar. Hinten an der Wand hängt das Misereor-Hungertuch zum Thema "Gott und Gold – Wie viel ist genug?" Die Symbole des sehr reduzierten Tuch-Bildes des Chinesen Dao Zi zu erschließen hilft ein kleines Heft mit meditativen Texten von Ricarda Moufang. Auch einen Film gibt es dazu, auf hungertuch.de.
Am Fastenbrevier beteiligt sind die evangelische Friedens-Kirchengemeinde Münster, die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck und die katholische Kirchengemeinde Sankt Nikolaus Münster.
Das Fastenbrevier enthält auf knapp 60 Seiten zahlreiche Texte von Menschen, die sich für die sechs Wochen der Fastenzeit etwa folgenden Fragen stellten und aus ihrem Erleben erzählen: "Ich wurde enttäuscht, und trotzdem …" oder "Die Kirche erreicht mich nicht, und trotzdem …", "Geld regiert die Welt, und trotzdem …" Gestaltet haben das Brevier Fabian und Peter Paulus, gedruckt hat es die Druckerei Stelljes aus Wolbeck.

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