Prima Diven arbeiten an neuem Comedy- und Travestie-Programm Wenige Plätze frei für Vorstellungen in der Gaststätte Sültemeye

Prächtig schillern Ensemble und Bühne bei diesem Auftritt in der Gaststätte Sültemeyer. Foto: privat.

Münster-Wolbeck. Die Prima Diven stehen kurz vor der heißen Phase ihrer Proben – vor dem Start des nächsten Travestie- und Comedy-Programms.
Die Prima Diven, das sind die vier Wolbecker Jutta und Peter Hülsmann sowie Sabine und Julius Karrengarn, hinzu kommt Gudrun Dröge aus Mecklenbeck – und drei Darsteller aus Essen: Björn Essmann alias „Sandy B.“, Ronny Koden alias „Kitty Cox“ und der ehemalige Sendenhorster Klaus Breuker alias „Lilly Erotica“. 2003 entstand der Stammtisch, 2007 die Prima Diven.

Fünf Show-Programme zu je etwa zweieinhalb Stunden haben sie entwickelt und auf die Bühne gebracht, hinzu kommen diverse Auftritte mit Einzelnummern, etwa bei Silberhochzeiten oder Geburtstagen. Ein Auftritt auf einer Geburtstagsfeier hatte auch am Anfang der Prima Diven gestanden. Gleich zweimal traten sie 2012 in der Dorfschenke auf, die in jenem Jahr schloss.

Mehrfach traten sie im Karneval auf, bei der KG Pängelanton und in der Halle Münsterland bei der  Karnevalsgesellschaft Wiedertäufer am Buddenturm. Hauptbühne ist seit Jahren die Gaststätte Sültemeyer. Bianca und Thomas Wellpott sowie Elisabeth und Martin Sültemeyer unterstützten sie sehr, auch die Helfer für Auf- und Abbau, Licht, Kasse und andres mehr – „ohne die vielen helfenden Hände wäre es nicht zu machen“, sagt Dröge, und Sabine Karrengarn schickt ein „Dankeschön“ hinterher.

Proben für Travestie und Comedy: Eine ernste Angelegenheit der Prima Diven

Die Proben nehmen sie sehr ernst, schließlich nähmen sie ja auch Eintritt. Im März ging es für sie los mit dem Lernen, erzählt Sabine Karrengarn. Drei Proben im Monat laufen seither, zwei unter den Münsteranern, eine mit den Essener. In den letzten Wochen vor dem ersten Gala-Auftritt zieht das Tempo an – dann wird jeden Mittwoch geprobt und eine Gemeinschaftsprobe kommt auch hinzu. Kein Wunder – es geht um 36 Nummern, verteilt auf Blöcke wie Musical und Comedy, Rock-Pop und Schlager von den 70ern bis heute – nur zwei Nummern hätten sie früher schon gezeigt, der Rest sei neu. Bis auf zwei Darsteller singen die Prima Diven nicht selbst – aber die Mimik müsse sehr genau passen, sagt Sabine Karrengarn, und die Gestik müsse man ebenso beherrschen. Da komme es schon vor, dass man Autofahren beim Anhören der Musik unwillkürlich gestikuliere – was andere Verkehrsteilnehmer verwundere.

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Hobby mit besonderer Motivation

Sie sehen es als Hobby. „In den Anfängen haben wir draufgezahlt“, sagt Jutta Hülsmann, inzwischen bleibt etwas übrig – für die nächsten Kostüme etwa. Und Schatzmeisterin Jutta muss nicht mehr so oft ablehnen, wenn es um eine Investition geht. Mehr und mehr seien sie als Laien auch in der Lage, die Choreographie für ihre Rollen selbst zu entwickeln.
Dass sie für das Publikum da sind und von deren Reaktionen leben, wird deutlich: Da freut sich Julius Karrengarn, dass nach der Gala einige schon nach Karten für das nächste Jahr fragen – „es ist Wahnsinn“, ergänzt seine Frau. Umgekehrt ist auch jener Auftritt haften geblieben, wo die Stimmung „wie bei einem Begräbnis“ gewesen sei; auch der DJ habe gelitten. „Die anderen haben uns wieder hochgeholt“, erinnert sich Hülsmann.

Nun freuen sie sich auf die Auftritte bei Sültemeyer am 9. und 10. September. Einlass ist ab 18 Uhr. Dorthin kommen auch Freunde und Verwandte aus Essen, Geldern und Bayern.
Von den 84 Sitzplätzen sind nur noch wenige frei, aber Stehplätze seien noch zu haben – bei Sültemeyer oder Hülsmann (Tel. 303013).

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Über Andreas Hasenkamp 6459 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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