Premiere in Münster: Sing-Ding mit Tobias Sudhoff

Zuletzt aktualisiert 5. November 2015 (zuerst 31. Januar 2013).

Münster. Der Start ist begeisternd geglückt: Zum ersten Mal fand am Mittwochabend im Café Uferlos das „Sing-Ding“ statt. Menschen treffen sich, um ungezwungen Lieder zu singen, den Text zeigt eine Leinwand. Ohne Noten, unterstützt von E-Piano und Schlagzeug. Dieses Konzept setzte bei der Münster-Premiere Tobias Sudhoff um, unterstützt von Schlagzeuger Gereon Homann.

Gut 100 Gäste waren gekommen, bereitwillig reagierten sie auf Sudhoffs Aufforderung, die Stühle zu verlassen und nach vorne zu kommen. „Wenn jemand nicht singen kann – macht nichts, ich auch nicht. Es ist ja auch dunkel im Raum“. Ganz sorgenfrei sang man im Café Uferlos „Leaving On A Jet Plane“ von John Denver, „I’m Walking On Sunshine“. Sudhoff war beeindruckt, machte Komplimente.

Zweistimmig singen mit Tobias Sudhoff

Nach einer Viertelstunde schon kündigte Sudhoff an, nun wolle er mit ihnen zweistimmig singen. Es gab keine Scheu. Der Münsteraner taue deutlich schneller auf als der Hanseat, sagte Sudhoff in der Pause gegenüber den WN, „das muss man wirklich sagen“. „Ich finde es gut, wenn alle Leute singen“. Das sei „Ergotherapie fürs Gehirn“.

Ein Damen-Quintett ist gekommen, um ohne Terminverpflichtungen singen zu können. Sie sind zufrieden, sagen sie vor dem Start nch der Pause. Der nächste Termin sei vorgemerkt.

„Über den Wolken“ geht es weiter. Nach der zweiten Strophe ist Schluss, doch eine Frau wünscht sich die dritte. Den Text hat Sudhoff nicht parat. Aber „Hartmut“ kennt sie, schon singt der Gast am Mikrophon. Und erntet im Café Uferlos einen Sturm der Begeisterung.

„Ist hier einer 66?“, fragte Sudhoff. Nein. Jemand über 60? Nein, „Münster ist jung“, rief eine Frau. Trotzdem sangen sie mit Begeisterung „Mit 66 Jahren“.

Sudhoff und Homann nutzen ihre musikalischen Fähigkeiten, beide sind vielseitig aktiv. Sudhoff als Jazz-Musiker und Kabarettist, Homann spielt viele Stile. So variieren sie „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ – auf Bossa Nova-Rhythmus und als „Heavy Metal“.

Konzept von „Sing-Ding“

Das Konzept von „Sing-Ding“ stammt aus den Niederlanden, dort läuft es derzeit als „Vuile Huigelaar“, so Sudhoff gegenüber den WN. Freunde von ihm betrieben das dort schon seit zehn Jahren. Sudhoff und Homann reisen damit durch Deutschland, auch nach Braunschweig oder Bremen.

Der nächste Termin in Münster startet am 25.2. wieder um 20 Uhr im Café Uferlos.

Kabarettist und Musiker Tobias Sudhoff: Fotos zu “Das Sing-Ding” in Münster und “Besonderer ZeitPunkt” in Münster-Hiltrup

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