Polizei-Großeinsatz in Angelmodde beunruhigte das Dorf

Zwei Polizisten im Hinterhof gegenüber der BüchereiMünster – Angelmodde. Die Gäste des Jubiläums der Angelmodder Frauengemeinschaft wunderten sich am Sonntagmittag. Eine Frau war in der Kirche ohnmächtig geworden, doch dann standen sechs Feuerwehrwagen vor dem Pfarrhaus, wenig später drei Polizeiwagen. Dann war kein Durchkommen mehr in Angelmodde-Dorf.

Ein Polizist legte eine kugelsichere Weste an. „Da ist jemand mit einer Schusswaffe im Bereich des Feuerwehr-Hauses“, sprach sich schließlich herum. Die Polizisten sperrten mit Wagen die Straße, hatten aber an vielen Stellen alle Hände voll zu tun: An dem sonnigen Tag kamen aus allen Richtungen auch Spaziergänger und Radfahrer.

Mit gezückter Waffe durchsuchten zwei Polizisten einen Hinterhof in der Straße "Alt Angelmodde" direkt gegenüber der Jubiläums-Feier und brachten einen Anwohner in Sicherheit. Denn zwischenzeitlich war unklar, ob der mit einer Schusswaffe bewaffnete Mann in seinem Haus war oder auf der Straße unterwegs. "Sowas in unserem Dorf?", wunderte sich ein Angelmodder. Das könne zwischen sechs Minuten und sechs Stunden dauern, wurden die Angelmodder von der Polizei beschieden.

Später kreiste ein Polizei-Hubschrauber. Der Polizeibericht klärte die Hintergründe:  "Am Sonntagmittag wurde die Leitstelle des Polizeipräsidiums in Münster von der Feuerwehr über eine Bedrohungslage durch eine unbekannte männliche Person in einem Mehrfamilienhaus an der Straße aus Angelmodde im Stadteil Angelmodde informiert. Ein 32-Jahre alter Mann hatte in dem Mehrfamilienhaus einen Rauchmelder ausgelöst. Bei Eintreffen der Berufsfeuerwehr Münster hielt sich der 32-Jährige eine Schusswaffe an den Kopf. Die Feuerwehr zog sich daraufhin zurück und informierte die Polizei. Der Unbekannte verließ kurz das Haus und wurde von mehreren Unbeteiligten mit der Schusswaffe gesehen, kehrte dann offenbar sofort wieder in seine Wohnung zurück. Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass er in seiner Wohnung eine Person bedrohte oder weitere Hausbewohner in seine Gewalt bringen wollte, wurde das Haus weiträumig abgesperrt und evakuiert.  

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Dutzende PKW wurden umgeleitetGegen 14:00 Uhr konnte der 32-Jährige durch den Einsatz eines Diensthundes, der ihn in den Arm biss, überwältigt und anschließend festgenommen werden. Er wurde ärztlich versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Eine psychische Erkrankung und möglicherweise Schwierigkeiten im privaten Bereich könnte Auslöser für die Tat gewesen sein. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hat der 32-Jährige niemanden bedroht oder verletzt."

  

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