Münster-Angelmodde (agh). Gut besucht war die Fonleichnams-Messe in St. Bernhard, wo anschließend das Pfarrfest der Gemeinde St. Nikolaus Münster stattfand.
Prozession im Kirchenschiff von St. Bernhard
Die angekündigte „kleine Prozession“ fand überraschend in der Kirche selbst statt. Die Messdiener, viele erstmals in St. Bernhard dienend, Pfarrer Thomas Schulz mit Monstranz, Kinder und die Fahnen-Abordnung der St. Achatius-Nikolai-Bruderschaft aus Wolbeck zogen eine Runde durch die Kirche, die Gemeinde sang. Applaus dankte den vielen Helfern. Musikalisch begleitet hatten Martina Pahl, Thorsten Schwarte und Lukas Füllenkemper.
Abschied und neue Wege
Der Kirchort wird bekanntlich aufgegeben; äußerlich sichtbar war es am Donnerstag nicht. Im alten Pfarrsaal, inzwischen an die Freikirche Internationale Christus-Gemeinde Münster vermietet, ist die Bühne der kfd-Theatergruppe „abgerissen“, so Gabi Söllner, eine der Schauspielerinnen. Gern hätten die Damen noch die 30 Jahre rundgemacht – jetzt fehlen einige Jahre. „Zu dieser Zeit hatte ich sonst immer mein Textbuch“, sagt sie. „Ich vermisse das Theater, und die anderen auch.“ Sie sei jetzt „Lese-Oma“ an der Annette-Schule. Die Darstellerinnen träfen sich regelmäßig.
Volles Programm trotz Konkurrenz
Pfarrer Thomas Schulz hatte mit etwas weniger Besuchern gerechnet, führt das parallel in Handorf mit Gästen auch aus Wolbeck stattbegegnende silberne Priester-Jubiläum von Jürgen Streuer an. In Wolbeck lief die „Mini-WM“. Der Saal mit Suppen, Kuchen-Buffett und Waffeln ist gut besetzt, vom Bierwagen schallt ein „Hussa, Hussa“ der Hubertusschützen, im Pfarrgarten wird mit Pfeilen geschossen, mit Säckchen geworfen, Geschicklichkeits-Spiele entdeckt. Eine großartige Show-Einlage wie die der Tanzsportgruppen der KG Zibomo im letzten Jahr an St. Ida war diesmal nicht möglich.
Jugend-Feuerwehr begeistert den Nachwuchs
Gegen 14 Uhr fährt ein Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr heran – die Jugendgruppe 3 hat sich wieder aufgemacht, Interessierten die Ausrüstung zu zeigen. Gern kletterten Kinder in das Fahrzeug hinein, Mädchen voran.
Soziales Engagement und Lesestoff
Wer zum Glücksrad ging, konnte Neues entdecken. Das gehörte zum Stand des Sozialbüros „Oase am Kirchturm“, das in St. Ida beheimatet ist. Dorothe Vogel spricht Menschen an, Sophie Abeler, aktiv im Pfarrgemeinderat und im Sozialbüro, ist dabei, auch Horst Saadhoff aus Wolbeck vom Netz kleiner Hilfen. „Wir sind auf Spenden angewiesen, sagt Vogel. Daher wolle sie das Sozialbüro bekannter machen und gern Spenden annehmen. Seit drei Jahren leitet Vogel es mit Kornelia Rott-Windhaus. Die Nachfrage nach Rat und Hilfe wachse. Es kämen inzwischen auch viele Menschen aus dem York-Quartier. Dort gibt es auch geförderte Wohnungen. Am Kirch-Eingang stehen Damen der Bücherei, vor dem erst einmal ausbleibenden Regen geschützt. Es sei einiges weggegangen, sagen sie an ihren Tischen mit Krimis und einer Herz-Schmerz-Abteilung.
