Pfarrer Mike Netzler: Silbernes Priester-Jubiläum

Chöre und Pfarrer Mike Netzler hinter dem Altar, Frau am Ambo
Zum Silbernen Priesterjubiläum hatten sich für Pfarrer Mike Netzler auch vier Chöre zusammengetan. Foto: A. Hasenkamp.

Münster-Hiltrup. Lang war die zweireihige Schlange der Fahnen-Abordnungen, die hinter dem Jubilar Mike Netzler in die Kirche Sankt Clemens einzogen. Am Samstag feierte der Pfarrer sein Silbernes Priesterjubiläum im Samstagsgottesdienst. Er sei „ein bisschen geflasht“ bei diesem Anblick: drei Abordnungen von Kolpingsfamilien aus Marl, Hiltrup Mitte und Hiltrup Ost, der KFD, der Pfadfinder der DPSG, drei Abordnungen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands aus Marl, St. Clemens und Amelsbüren, Grün-Weiß Amelsbüren, Bürgerschützen und Schützenbruderschaft, Vertreter der evangelischen Gemeinde und viele     Messdienerinnen und -diener.

Hinzu kamen Chöre und Musiker: der Kirchenchor Sankt Sebastian, geleitet von Hedwig Wetzel, der Chor „Rückenwind“ von Jörg Nebenhaus, dies Schola Clementina von Petra Giebelhausen, und die Chorgemeinschaft Sankt Clemens, geleitet von Henk Plas – sowie alle zusammen, hinter dem Jubilar stehend, zum Psalm 100 in der Vertonung von Heinrich Schütz: „daran haben sie lange gearbeitet“, so der Kirchenmusiker Plas. Instrumentalisten waren Anna Janisch an der Trompete, Stefanie Dießel an der Querflöte und Plas an der Orgel.

Er sei „dankbar, das Fest der Silbernen Weihe nun auch erreicht zu haben“, sagte Netzler. Zwischen den vollen Bänken stehend erinnerte er an sich als Abiturienten, „der eigentlich nichts anderes wollte, als ganz anders zu leben, wie immer das auch aussehen konnte“, an leichte Anfänge als Kaplan und eine schwere Zeit im ersten Pfarrer-Amt, die mit „einer Bruchlandung sondergleichen“ geendet habe. In der folgenden Auszeit traf er in Oberschwabing auf die Generaloberin eines Ordens, „eine Frau, vor der ich bis heute nur den Hut ziehe und ich bis heute nicht nachvollziehen kann, dass Frauen nicht zum nächsten Seelsorgeamt“ befähigt sein sollen. „Und ich kenne 10.000 andere“. Applaus brandete auf. Auch die die fünf Jahre in Sankt Clemens Hiltrup und Amelsbüren sprach Netzler an: „Ich fühle mich hier bei Ihnen sehr, sehr wohl.“ Er betonte das Vertrauen in Gott statt des Verzagens, appellierte an den Mut zum Probieren. „Unsere Kirche ist manchmal ziemlich ängstlich.“ Er mahnte zu Mut: „Wir können sie ja nicht kaputtmachen“. Denn: „Gott hat uns eine Tür geöffnet, die niemand mehr schließen kann.“

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Kontaktabzug Fotos Mike Netzler St. Clemens Priesterjubiläum

An der Seite der Pfarreirats-Vorsitzenden Felicitas Schulte sagte Reinhard Mangels, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands: „Wagen Sie auch etwas Neues, wir machen mit“, und bekam Applaus.

Zu Albinoni-Klängen zog die Gemeinde aus zum Empfang im Pfarrheim. Fotos Priesterjubiläum Mike Netzler

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