Peter Todeskino: OB-Kandidat im Wahlkampf-Getöse

Peter Todeskino, Oberbürgermeister-Kandidat für Münster 2020 - Foto von muenster-machen.de

Münster (agh). Der grüne Kandidat Peter Todeskino für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Münster sieht sich kurz nach dem ersten Wahlgang und kurz vor der Stichwahl 2020 unfair attackiert.

Der grüne Kandidat Todeskino hat mehr Amtserfahrung als mancher weiß:

2005 wurde Todeskino als Kandidat der schwarz-grünen Mehrheit von der Ratsversammlung der Stadt Kiel mit Wirkung zum 1. Juni zum Stadtrat für Stadtentwicklung und Umwelt gewählt, erfährt man in der Wikipedia. In seine Zuständigkeit fielen der Umwelt- und Klimaschutz, alle städtischen Liegenschaften (Immobilienwirtschaft und Grünflächen), die Planung und der Bau der Verkehrsanlagen und Entwässerung (Tiefbauamt), die Stadt- und Landschaftsplanung sowie die Bauaufsicht einschließlich Denkmalschutz und Geodaten.

Am 9. Juni 2005 wurde Todeskino zudem zum Bürgermeister und damit zum Stellvertreter der damaligen Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz gewählt. Am 17. März 2011 wurde er als Stadtrat für eine weitere, sechsjährige Amtszeit, die am 1. Juni begann, bestätigt. Am 19. Mai 2011 wurde er auch als Bürgermeister wiedergewählt.

Als der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig 2012 in den Landtag wechselte (und schließlich auch Ministerpräsident von Niedersachsen wurde), führte Todeskino seine Amtsgeschäfte für sechs Monate weiter. Auch als Albigs Nachfolgerin Susanne Gaschke 2013 nach weniger als einem Jahr zurücktrat, sprang der Jurist in Kiel ein, erneut für seches Monate. Todeskino war dann Stadtrat bis 2017.

Seit dem 1. Juli 2018 wurde Todeskino durch Wahl im Rat der Stadt Münster Geschäftsführer der Westfälischen Bauindustrie GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt Münster.

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Am 31. Januar 2020 wurde er von Bündnis 90/Die Grünen in Münster zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 

Nun stellt sich Todeskino in Münster zur Stichwahl für das Amt des Oberbürgermeisters.

Kurz nach dem ersten Wahlgang für Rat und Oberbürgermeister der Stadt Münster kursierten negative Meldungen über die Bilanz von Todeskino in Kiel.

Die Grünen sehen eine „haltlose Negativ-Kampagne“ und konterten am 21.9.2020 mit dem Versuch einer detaillierten Widerlegung. So werde Todeskino das Vergessen von Sozialwohnungen bei einem Kieler Projekt angekreidet – dafür aber sei der garnicht zuständig gewesen. Da liefe dann der Vorwurf ins Leere.

Gelegen kommen kann den Grünen, dass Todeskinos Wirkungsstätte Kiel im August 2020 Gewinner „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2021“ wurde.

„Neben vorbildlichem Engagement in den Bereichen Klimaschutz und soziale Teilhabe setzen alle drei Städte auf eine starke bürgerschaftliche Beteiligung. So legen sie das Fundament für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung“, sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2019 war die Stadt Münster.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist die nationale Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Mit acht Wettbewerben (darunter der Next Economy Award für „grüne Gründer“), über 1.000 Bewerbern und 2.000 Gästen zu den Veranstaltungen ist der Preis der größte seiner Art in Europa. Die Auszeichnung wird vergeben von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen. Rahmen für die Verleihung ist der Deutsche Nachhaltigkeitstag in Düsseldorf, die meistbesuchte jährliche Kommunikationsplattform zu den Themen nachhaltiger Entwicklung.

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https://www.presseportal.de/pm/70289/4676170

Pressemitteilung Grüne Münster 21.09.2020