Paragraphen-Tipps für junge Leute in Münster

Münster. Der eine hat was gehört, die nächste was gelesen, der dritte meint es ganz genau zu wissen – doch selten stimmen die Informationen überein, wenn es bei jungen Leuten um Rechtsfragen geht. Und das ist häufig der Fall, ob beim Discobesuch unter 16, beim Rauchen, Autofahren oder im Internet.

Verlässliche Fakten liefert die neue Rechtsbroschüre "Alles klar?", herausgegeben vom Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster.Und diese Klarheit ist nicht nur bei Diskussionen in der Clique gefragt, weiß Heike Nees vom erzieherischen Kinder- und Jugendschutz: "Die Kolleginnen und Kollegen in Jugendeinrichtungen und Schulen werden immer wieder gelöchert. Wie viel dürfen Jugendliche arbeiten? Was darf der Lehrer durchsetzen? Müssen Eltern Taschengeld zahlen? Das blaue Heft ist ein guter Anstoß für ein vertiefendes Gespräch."

Recht und Unrecht 

Denn gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen (noch) kein Unrechtsbewusstsein herrscht. Wo viele Jugendliche, vielleicht auch, wenn sie mit der deutschen Kultur noch nicht so vertraut sind, erstaunt sind, dass es diese Regeln gibt.

Die kostenlose Broschüre richtet sich an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ob sie sich nur informieren wollen oder bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. Sie ist in allen Jugendeinrichtungen zu haben und soll anregen, sich mehr mit Rechten und Pflichten auseinanderzusetzen. Zum Redaktionsteam gehörten auch Jugendliche, die die Auswahl der Stichpunkte mitbestimmten und die Verständlichkeit der Texte prüften. So werden Themen behandelt wie Alkohol, Filme, Computerspiele, Notwehr, Polizeikontrolle, Schwarzfahren, Sexualität oder Unterhalt. Gleichwohl kann die Broschüre im konkreten Einzelfall keine Rechtsberatung ersetzen.

Fragen zum Heft, das auch im Internet zu finden ist, beantwortet Heike Nees (Tel. 4 92-51 23, E-Mail: neesh@stadt-muenster.de, www.muenster.de/stadt/jugendamt).

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