Offener Adventssonntag in Münster? FDP hofft auf Umdenken

Münster/Handel. Am 6. Mai entscheidet der Rat über die beantragten verkaufsoffenen Adventssonntage in Hiltrup und Münster. Die FDP-Fraktion hofft dann auf ein klares Votum für die Chancengleichheit des münsterschen Einzelhandels im Wettbewerb mit konkurrierenden Städten. So sind für 2015 bereits für Dortmund, Düsseldorf, Essen, Recklinghausen oder Bonn vorweihnachtliche offene Sonntage angekündigt.

„Die Kaufmannschaft kann auf die Stimmen der Freien Demokraten zählen“, hebt die Vorsitzende der Ratsfraktion, Carola Möllemann-Appelhoff, die seit Jahren bestehende Position der FDP hervor. „Vielleicht hat ja bei den Grünen inzwischen der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer, ein Umdenken bewirkt“, hofft auch Bernd Mayweg, für die FDP in der Bezirksvertretung Mitte. 
„Im Schutz der Sonntagsruhe gedeiht nicht das Christentum, sondern Amazon“, hatte der in der „Zeit“ Anfang dieses Jahres geschrieben und mit dem Zitat „Wer seinen Arbeitsplatz im Einzelhandel verliert und als Paketbote anheuern muss, weil der Umsatz am Sonntag ins Internet wandert, wird mehr einbüßen als die Sonntagsruhe“ auch die Sorgen des Einzelhandelsverbands Westfalen-Münsterland getroffen. Mit dessen Geschäftsführerin Karin Eksen hatte sich die FDP-Ratsfraktion kürzlich über die seit Jahren in Münsters Rat herrschende Ablehnung eines verkaufsoffenen Adventssonntags ausgetauscht. „Ein solcher umsatzstarker Einkaufstag ist von größter Bedeutung für den stationären Einzelhandel in Münster“, hatte sie betont.

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