ÖWK Wolbeck: Bau einer Öl- und Getreidemühle in Nigeria

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Zuletzt aktualisiert 30. Dezember 2015 (zuerst 9. September 2008).

Am 9.9.08 beschäftigte sich eine außerordentliche Mitgliedersammlung des ÖWK St. Nikolaus mit der Anfrage einer katholischen Gemeinde in Mühltal bei Darmstadt. Es ging um ein so genanntes Huckepackverfahren. Dabei bittet eine Gruppe, die kein e.V. ist, einen e.V. um die Unterstützung eines Projektes, in diesem Fall in Nigeria, um in den Genuss der Förderung durch das Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (BMZ) zu kommen.

Öl- und Getreidemühle in der Diözese Ozikwe

In dem Fall übernimmt der Verein 25% der Kosten, während das BMZ 75% finanziert, schreibt die Vorsitzene des ÖWK, Ingrid Sieverding. Das BMZ hatte selbst die Anfrage der Gemeinde in Mühltal an den ÖWK St. Nikolaus verwiesen. Die Gemeinde möchte den Bau einer Öl- und Getreidemühle in der Diözese Ozikwe im Imo State / Nigeria finanzieren. Dabei handelt es sich ebenfalls um die Ethnie der Igbos, die der ÖWK St. Nikolaus bereits jetzt schon in den Diözesen Umuahia und Ahiara fördert. Das Projekt ist Teil eines Großprojektes, das von einer Schweizer  ökumenischen Organisation bereits seit 2004 gesponsert wird.

Problem eines Huckepackverfahrens

Das Problem eines Huckepackverfahrens besteht darin, dass der entsprechende e.V., d.h. in diesem Fall der ÖWK St. Nikolaus, die finanzielle Haftung übernehmen muss. Nach ausgiebiger Diskussion entschied sich die Mitgliederversammlung für die Annahme des Antrags. Zum einen ist die Haftung durch die Schweizer Organisation „Tür auf“ und die nigerianische Mbara Ozioma Foundation abgesichert, zum anderen war aber entscheidend, dass schließlich bei jedem Projekt in einem Entwicklungsland ein Risiko eingegangen werden muss. Außerdem war ausschlaggebend, dass die Antragstellung und jeglicher bürokratischer Aufwand von der Gemeinde in Mühltal selbst übernommen werden. Der Kassenwart des ÖWK, Karlheinz Kleintje, erklärte sich zudem bereit, die Anträge auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen. Die Abstimmung erfolgte mit großer Mehrheit.

Finanzierung eines Ambulanzwagens für HIV-positive Kinder in Indien

Als zusätzlicher Punkt wurde die Finanzierung eines Ambulanzwagens für HIV-positive Kinder in Indien auf die Tagesordnung gesetzt. Bei ihrem kürzlichen Besuch vor Ort hatte der Partner des CCT, Pastor Gunasekaran, der Vorsitzenden Ingrid Sieverding diesen als hauptsächlichen Bedarf genannt. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

Eine erfreuliche Nachricht konnte Ingrid Sieverding der Versammlung am Schluss übermitteln. Der Antrag von Vorstandsmitglied Günther Stemmer auf weitere Biogasanlagen für 800 Familien in Nepal  (Nachbardörfer von Bela, wo bereits 180 Biogasanlagen installiert wurden) – ein Projekt von ca. 500.000 € – hat die erste Hürde genommen und ist auf dem Weg zum BMZ, d.h. dass die Finanzierung so gut wie gesichert ist.