ÖWK St. Nikolaus hilft mit Mitteln der WN-Spendenaktion Schulbauten, Berufsschule, Biogasanlagen und ein Jubiläum prägen das Jahr

Vorstandsmitglieder vor einem Rollup mit Werbung für die Schulen in Nepal.
Schulbauten prägen weiter die Förderarbeit des ÖWK: Im Vorstand arbeiten Ingrid Sieverding, Georg Rölver, Irmgard Beilmann-Roer, Pit Alkemeyer, Peter Roer und Agnes Runtenberg. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Wolbeck. Wandel in Kontinuität liegt vor dem ÖWK St. Nikolaus, wie sich bei der Mitgliederversammlung am Sonntag im Pfarrheim von St. Nikolaus zeigte. Neben dem 20. Jubiläum des Vereins und einem großen Konzert prägten viele Spenden aus der WN-Aktion die Arbeit – und im Hintergrund Spendenquittungen und Zahlenwerk.

Erdbebenhilfe für Nepal größtes Projekt

Das Projekt mit dem größten Finanzvolumen war 2017 die Erdbebenhilfe für Nepal. Die Spendenaktion der Westfälischen Nachrichten brachte dem Verein umfangreiche Mittel; die Endabrechnung wird bald erwartet. Der Bau von acht Schulen in Nepal geht trotz Kostensteigerungen ebenso weiter wie die Unterstützung einer Berufsschule in Nigeria. Schlosser und Elektriker werden dort bereits ausgebildet; nun soll in der dritten Stufe der Bau eines Internats-Gebäudes und eines Fußball-Platzes hinzukommen.

Vorsitzender bleibt für ein Jahr Christoph Roer. Er freute sich, „ein Super-Team zu haben“. Seine Stellvertreterin bleibt Ingrid Sieverding, die Finanzen leitet Irmgard Beilmann-Roer. Zu den drei wiedergewählten Beisitzern Pit Alkemeyer, Peter Roer und Georg Rölver stößt Agnes Runtenberg. Nicht mehr zur Wahl stellte sich Dorothea Erhard, vielfaches und langjähriges Mitglied des Vorstandes. Sie hatte sich um den Internet-Auftritt gekümmert, um Öffentlichkeitsarbeit und im Weltladen engagiert.

Arbeiten an Projekt mit vielen Fragen

Einblick in das Arbeiten an Projekten bot die Diskussion um eine Beteiligung des ÖWK an einem Projekt in Togo. Es soll Hochschul-Absolventen praxisorientierte Kenntnisse vermitteln und so ihren Weg in den Beruf erleichtern. Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt dort 55 Prozent.
Eine ganze Reihe von Mitgliedern stellte Fragen zum genauen Inhalt und zur Sinnhaftigkeit des Projektes, nachdem Michael Rölver es vorgestellt hatte. Rölver ist Mitglied des ÖWK und im Vorstand des Förderkreises für das Projekt in Togo, „Piscare“.

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So wurde gefragt, was mit den nicht Studierenden sei, was genau der Inhalt der Seminare und Vorträge sei, ob sich nicht die von der Fortbildung profitierenden Unternehmen an den Kosten beteiligen würden und anderes mehr. Ein Mitglied des ÖWK berichtete von einem Angebot der Fachhochschule Münster, wo Lehramtsstudenten praxisorientierte Angebote vermittelt würden – die seien sehr gefragt. Christoph Roer berichtete von einer neuen Orientierung der Entwicklungshilfe des BMZ: Weg von Infrastruktur-Projekten, hin zum Fördern von Fähigkeiten. Dazu passe das Projekt in Togo.
Schließlich stimmte die Versammlung über eine erste Beteiligung an Piscare und über den Rest des Finanzplans für 2018 ab und stimmte beiden zu.

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