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ÖWK bringt neue Ideen vorwärts: Brunnen und Begegnungszentrum werden geprüft

Mitgliederversammlung währt Vorstand wieder und erhöht Mitgliedsbeitrag

Münster-Wolbeck (agh). Bei einer Mitgliederversammlung eines international tätigen Vereins mit einem der größten Budgets unter den Vereinen in Südost erwartet man normalerweise keine große Unterhaltung. Doch beim Ökumenischen Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck verlief die Versammlung am Sonntagnachmittag sowohl formal zügig als auch inhaltlich interessant. Zudem gab es eine gesellige Pause mit selbstgemachter Tomatensuppe. Der Verkauf im Eine-Welt-Laden bringt durch den Umsatz von Recycling-Papier für Unternehmen und Schulen Geld in die Kasse, und auch der Gesamthaushalt sieht gut aus. Irmgard Beilmann-Roer präsentierte den Vorstand und den zwölf Gästen die Zahlen von Südamerika bis Afrika. „Wir können sogar noch neue Projekte angehen.“ Der Verein kommt in diesem Jahr sogar ohne die üblichen Spendengelder seiner bewährten Partner in der Schweiz aus. Die Erträge aus Stiftungen sind auch in der Schweiz zurückgegangen, so Roer. Tom Kircher berichtete aus Togo und gab dabei tiefe Einblicke in die ehemalige deutsche Kolonie. Mit Hubert Essousso hat der ÖWK hier einen langjährigen Partner, mit dem sich gut zusammenarbeiten lässt. Das betonten Kircher und Roer einstimmig. Piscare tut etwas, um jungen Menschen eine berufsrelevante Qualifikation zu ermöglichen und ihnen bei der Jobsuche oder der Gründung eines Unternehmens zu helfen. Kircher betonte, dass es dort keine Institution wie das deutsche Arbeitsamt gibt. Der ÖWK möchte das Projekt in Nigeria fortsetzen, in dem bereits eine Berufsschule entstanden ist. Es werden Geräte und Tiere angeschafft und ein Begegnungszentrum soll folgen. Der Vorstand betonte mehrfach, dass der Bedarf bei den Projekten vor Ort erfragt wird. Besonders die Frauen haben eine andere Sichtweise als die Männer, zum Beispiel im Kongo in der Nähe von Kolwezi, wo der Bau eines Brunnens als Alternative zum kilometerweiten Tragen von Wasserbehältern gesehen wird, berichtete Kircher. Der ÖWK möchte diese Idee vorantreiben. Dafür ist eine lokale Struktur erforderlich, in der sich die Menschen um den Betrieb und die Instandhaltung kümmern. Das verlangt auch das fördernde Ministerium. Die Vorstandswahl verlief nach der Entlastung schnell und einstimmig. „Das ist mein Hobby“, sagte Irmgard Beilmann-Roer in Bezug auf das Zahlen-Handling und kandidierte deshalb erneut. Christoph Roer, 1. Vorsitzender, sagte, dass es ihm Spaß mache. Im Vorstand sind außerdem Tom Kircher, Reinhard Loer, Rudi Cadura und Peter Roer. Michael Lasthaus ist der neue Kassenprüfer. Der Mitgliedsbeitrag steigt von 15 auf 20 Euro pro Jahr.

Am 21.4. findet im Wolbecker Bildungszentrum erneut ein Benefiz-Konzert statt. Der ÖWK beteiligt sich am Projekt „Kunstrasen“ des VfL Wolbeck, am 4.5. am Wolbecker Straßenmarkt und am 8.12. an der Neuauflage des Nikolaus-Fests am Achatius-Haus.

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