Nikolaischule arbeitet an „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Nikolaischule arbeitet an „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

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Münster-Wolbeck. Sie hat sie, die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – in einer speziellen Feierstunde mit Präsenz und digitalem Dabeisein erhielt die Nikolaischule am Mittwoch ihre Plakette, per Paket aus Berlin eingetroffen.
Die Feier erlebten die meisten Schüler in ihren Klassenräumen: Dorthin wurde alles live übertragen – die Technik von Susi Eckardt machte es möglich.
Weil die Aktion ein fortlaufender Prozess ist, kein Lob für Abgeschlossenes, war auch die zugesagte Unterstützung interessant. Sie kam im Video von Bezirksbürgermeister Peter Bensmann: Wenn sie für ein Projekt Unterstützung bräuchten: „Ruft mich an, ich bin dabei.“ Auch das Courage-Netzwerk unterstützt, so Maren Halverschei, Koordination für Schulen im Raum Münster. In Deutschland bewege sich die Aktion auf die 4000. Schule zu, so Halverscheid.
Für die Elternpflegschaft appellierte Sandra Reher, „die Buntheit unserer Welt zu schätzen und zu schützen.“ Zum in der Schule hergestellten Video gehörte auch eine Botschaft der „Friedenslichter“, die als Schüler in den Pausen helfen, und ein Interview mit Vater und Tochter, aus Syrien geflüchtet, das eigene Haus verlassend, sowie ein Gruß von Freddy Kika vom Schulamt. Für ein Lied sorgte ein kleiner Teil des Schulchores.
Bereits geschaffen hat die Schule mehrere Säulen, die eine Beteiligung am Projekt „Schule ohne Rassismus“ voraussetzt: 95 Prozent haben eine Vereinbarung unterzeichnet – und wissen also Bescheid, Schüler, Eltern, Lehrer, technisches Personal und Sekretariat. Außerdem fand man Paten, um mehr in die Öffentlichkeit zu wirken: Ein Ex-Schüler, nämlich Henning Wehland, und einer mit Kindern in der Schule, Jan Löchel. Musiker „aus zwei ganz verschiedene Musikwelten“, die aber schon lange befreundet sind – und gemeinsam „Segelboot“ hören ließen, mit Gesang und Gitarre. Ein Lied vom Aufbrechen und Entdecken.
Martin Nielebock, Leiter der Grundschule, will gezählt haben: An dieser Schule gebe es sicher 50 verschiedene Hautfarben, „aber Farbe haben die alle“.
Kristin Ueffing als Schulsozialarbeiterin war federführend. Drumherum gab es einen „Bewegungstag“ mit Aktionen auf dem Schulgelände, für alle, der Pandemie wegen in Schichten: von der Hüpfburg bis zum Parcours hin zu einer Eisstation, gesponsert und besetzt von der KG Zibomo.

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