Nikolai-Brüder feiern Winterfest mit Nikolaus, Knecht Ruprecht und Tombola

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Knecht Ruprecht zieht bei der Nikolai-Bruderschaft seine Runden.Münster-Wolbeck. Das „Winterfest“ gibt es schon lange, zumindest 15 Jahre. So weit reicht die Erinnerung von Nico Leusbrock, 1. Scheffer der Nikolai-Bruderschaft, zurück. Auch an diesem Samstag, der der 6.12. war und damit das Patronatsfest der Gemeinde St. Nikolaus, hatten die Brüder wieder Freunde und Gäste der Achatius-Bruderschaft zum Fest beim Krugwirt geladen.

Auch der Nikolaus kam im prächtigen Gewand und hatte nicht nur ein blaues Buch mitgebracht, sondern auch einen grausig anzusehenden Knecht Ruprecht. Der hatte starke Ähnlichkeit mit dem Glöckner von Notre Dame: Ein kolossaler Buckel prangte auf seinem Rücken. Im blauen Buch, das Leusbrock dem Nikolaus aushändigte, fanden sich nicht nur Kuchen-Rezepte, sondern auch die „Miesetaten“ einiger Nikolai-Brüder verzeichnet.

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Da kam einiges zusammen, und so musste Knecht Ruprecht intensiv die Ruhe schwingen. König Markus Niehues bekam die Schläge mit der Rute für einen Abstecher ins Krankenhaus, zwei andere für einen Apotheken-Aufenthalt, auch Stefan Sudmanns Vergesslichkeit ahndete der Nikolaus. Und manches mehr, auch wenn der Nikolaus den Verdacht hatte, dass ihm nicht alle Miesetaten zu Ohren gebracht worden waren. Weil aber das Nikolausfest ohne Knecht Ruprecht nicht so schön wäre, gab es für die „Miesetäter“ quasi zum Dank noch eine pralle Nikolaus-Tüte geschenkt.

Weil sich die Brüder über Gäste freuen und der Nikolaus auch, konnte ein Gast aus Kinderhaus den bischöflichen Krummstab halten, Martin Schulze Relau aus Kinderhaus. Der nahm den Platz in der ersten Reihe gelassen ein und fand die Feier nachher gut und „noch ganz locker“. Nicht gerügt, sondern gelobt wurden vom Nikolaus Bruderschaftsdiener Theo Lange, Diakon Johannes Gröger und der neue Vicarius Cooperator von St. Nikolaus, Pater Theo Vogelpoth. Wer aber Nikolaus und Knecht Ruprecht waren, blieb rätselhaft. Sascha Schapmann und Ingo Westermann können es nicht gewesen sein, die sehen ganz anders aus.