Jüngste und Weise feiern Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft

Jüngste und Weise feiern Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft
Fahnenschlag im Drostenhof nach dem Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck

Zuletzt aktualisiert 16. Juni 2015 (zuerst 14. Juni 2015).

Münster-Wolbeck. Schnell die einen, ausdauernd die anderen – die Wolbecker Schützenbrüder erlebten ein spannendes Vogelschießen. Nach 114 Schrotladungen ließ Niklas Greiner am Samstag den Vogel fallen, die Jungschützen der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft hatten ihren König: Greiner trat erst 2014 im Busch unter die Fahne, wurde aufgenommen, zählt noch zu den 24 Jüngsten – nun ist er im Alter von 18 Jahren König.

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Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck

Nicht per Zufall, denn mit Rückhalt seiner Clique hatte er daran gearbeitet, begleitet von Henrik Runtenberg als zweitem Schützen. Andere hatten sich zurückgehalten, als es kritisch wurde. Greiners Königin ist Lea Heimann.

König und Königin der Jungschützen beim Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck
König und Königin der Jungschützen beim Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck

Neuer Bruder tritt unter die Fahne der Bruderschaft

Dann war noch Zeit, einen Nachzügler unter die Fahne treten zu lassen: Mirko Warnick. Der inzwischen in die Höhe gekurbelte zweite Vogel war aus dickerem Holz gefertigt, das sollte sich noch rächen.Auch wenn nach einem Regenguss bei einer Brise Sonne durch das Blätterdach fiel – es sollte lang werden. Etliche Schützenbrüder traten häufig ans Gewehr, darunter Oliver Fröhling und Andreas Glanemann. 150 Ladungen Schrot würde der Vogel aushalten, so die Schätzung.

Jüngste und Weise feiern mit Sonne im Herzen

Längst hatte Norbert Horstrup 200 Mal geladen, als nur noch zwei Schützen anlegten, Ulrich Wilming und Andreas Schwegmann. „Du schaffst es, Uli“ klang es aus Kindermund, „Schieß auf den Hals!“ Seine Frau Daniela hatte ihn sehr ermutigt, ja angetrieben. Eine Schänkstation steht schon bereit? „Wie kannst du denn da nein sagen?“ Endlich begann der arg gerupfte Vogel – „Der sieht aus wie ein Geier“, sprach Fähnrich Michael Pöppelmann nach Blick durch das Fernglas – zu wackeln, dann kam der 257. Schuss. Von Schwegmann. Alles gratuliert dem Siegreichen, auch Wilming, aber seine Frau vergießt Tränen an der Brust ihres Mannes: „Was bin ich fertig“.

Eine Weile später ist das Bier alle – als endlich ein Faß vom Wirt und dem 1. Scheffer herbeigetragen wird, ist ihnen tosender Applaus sicher.

Fahnenschlag im Drostenhof nach dem Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck
Fahnenschlag im Drostenhof nach dem Vogelschießen 2015 der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck

Bald darauf kann der 1. Scheffer, Hermann Gerdes, mit Hilfe von König Cornelius Hamsen Greiner und Schwegmann mit ihren Insignien versehen. Mit zweieinhalb Stunden Verspätung ziehen die Brüder hinter der Blaskapelle Ascheberg und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr in den Drostenhofgarten und zum doppelten Fahnenschlag von Thomas Runtenberg und Berthold Aland beim Grafen Merveldt. Auch die „Katergemeinde“ setzte Akzente, hörbar und sehbar.

Stolz und cool in der St. Achatius-Nikolai Bruderschaft Wolbeck

Greiner zeigte sich als „cooler“ König, und, wie er selbst sagte, als „stolzer“. „Ich bin“, rief Schwegmann an der Seite seiner Königin Beate, „froh, dass ich noch mal geschafft habe.“ Auch nach einem langen Abend im Festzelt (gern wurde getanzt, von Kindern bis zu den Alten) kam am nächsten Morgen schnell beste Laune auf, zum Start eines langen Tages über Schänkstationen, Polonaise und Festball.

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