„Nicht mehr nur ‚rückwärts’ trauern“ Volkstrauertag als Tag der Mahnung verstanden: zum Handeln

Münster-Wolbeck. Am „Kriegerdenkmal“ begingen am Sonntag Wolbecker den Volkstrauertag, wieder nahmen viele Vereine teil, aber nicht jemand aus der Politik übernahm die Ansprache, sondern die Vertreterin eines Vereins.
Ingrid Sieverding ist zweite Vorsitzende des Ökumenischen Eine-Welt-Kreises St. Nikolaus Wolbeck. Seit 26 Jahren engagiert er sich in Projekten von Nigeria bis Nepal, von der Ausbildung bis zu Biogasanlagen.
Der Friede dürfe nicht mehr nur die Zeit zwischen zwei Kriegen sein, so Sieverding in Anlehnung an Bertolt Brechts „Mutter Courage“. Die Hauptfigur seines Werks hatte alle ihre Kinder durch den 30-jährigen Krieg verloren.
„Besuchen Sie die Soldatenfriedhöfe in der Normandie – auch mein Großvater ist dort begraben -, um das Grauen der Kriege auch nur im Ansatz zu begreifen“, sagte sie an der Seite ihrer Enkeltochter Lisa.
Man solle jedoch „nicht mehr nur ‚rückwärts’ trauern“. Die in unserer Zeit Sterbenden „fordern uns heraus, endlich zu handeln, endlich mit friedlichen Waffen für den Frieden zu kämpfen.“
Der ÖWK habe „die Vorstellung von der Einen Welt, in der alle Menschen gleiche Lebenschancen haben; in der sich die Menschen bei Wahrung und Anerkennung ihrer Verschiedenheit als Schwestern, Brüder und Partner verstehen; in der Menschen einander zu verstehen suchen und sich die Hand reichen.“ Das sei „nicht nur eine schöne Idee, es ist auch machbar.“ Projekte wie die Biogasanlagen im Himalaya motivierten die Menschen dort. Das sei wichtig: „Denn leidende und unglückliche Menschen sind für die Kriegsfanatiker der Nährboden für Neid und Hass.“

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Ingrid Sieverding sprach zum Volkstrauertag; vor dem Kriegerdenkmal stehen Abodnungen der Bruderschaft, der Feuerwehr, des ABC Schützenvereins und der KG ZiBoMo. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
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Über Andreas Hasenkamp 6469 Artikel
Journalist, Online-Redakteur und Event-Fotograf in Münster.

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