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Neuntöter in Bauernlandschaft: Viele Sichtungen bei Spaziergang

Weide- und Heckenlandschaft bietet vielen Tieren Raum – und Besuchern Freude: Ein Spaziergang mit dem NABU

Everswinkel/Wolbeck (AGH). „Bauernlandschaft mit Neuntöter“ – der Spaziergang östlich des Tiergartens lockte am Sonntagvormittag anderthalb Dutzend Interessierte an. Die meisten mit Fernglas, einige mit langen Objektiven auf der Kamera. Aus Aurich und Hoetmar, auch jemand aus Münsters Südosten, die meisten aus Everswinkel. Einer war dabei, der sehr häufig mit Rad und Kamera das Gebiet durchfährt: „Ich komme hier jeden Tag durch.“ Die Neugier auf Unbekanntes war bei allen groß, und dafür standen zwei Kenner bereit. Udo Wellerdieck vom NABU als naturkundiger Führer an vielen Orten des Münsterlands, und Christoph Gerd Holling. „Du bist Mitgestalter der schönen Landschaft“, sagt Wellerdieck zu Holling. Das sei „eigentlich unseren Vorfahren zu verdanken; wir können froh sein“, sagt der Landwirt. Heute hält er Rinder und Legehühner, letztere in mobilen Stationen. „Da freut sich der Habicht“, meint er. Direkt vermarktet die Familie auch Käse.

„Gibt es hier den Steinkauz?“ Die Scheune mit offenen Fenstern eigne sich dazu, meint Wellerdieck. Dann gibt es für ihn eine Premiere. Einer der Teilnehmer hat eine Ahorneule gefunden, nimmt sie auf die Hand und zeigt sie herum, die Larve des Schmetterlings. „Sie lässt nur Blattrippen übrig“.

Der Reichtum an Insekten sei „ein Hinweis auf die besondere Qualität der Landschaft“. Viele Hecken und Büsche unterbrechen die Weiden, auch Weiden an einem Kolk. Die Weiden seien dabei sogar etwas größer als im Durchschnitt in Alverskirchen, so Holling.

Durch ein neun Meter breites Gatter geht es auf eine Weide. Hier gilt Naturschutz. Nur einmal im Jahr bringe man Stallmist aus. Und es sei Zeit zum „Ausmähen“, sonst verbreiteten sich die Disteln zu sehr. Weideflächen, die hätten sich vor menschlicher Besiedlung schon die Weidetiere geschaffen – vom Auerochsen bis zum Rotwild.

Was macht ein Neuntöter? „Die spießen doch ihre Opfer auf Schlehendorn auf“, antwortet eine Frau Wellerdieck. Aber das tun sie auch an anderen Dornbüschen oder Stacheldraht. Warum? Die Gruppe rätselt. Es ist weniger Vorratshaltung oder das einfachere Fressen, so Wellerdieck. Das täten die ledigen Männchen, damit die Weibchen in der monogamen Saisonehe deren Leistung bewerten: Das Verhalten ist ein Status-Symbol.

Holling erklärt am Angel-Ufer noch die wechselhafte Geschichte von Begradigung, Überschwemmung und Renaturierung, Wellerdieck zeigt auf Mäusebussarde und weist hin auf das Futter-Geschrei der flüggen kleinen Bussarde, man bewundert Bläulinge und Ochsenaugen. „Diese Wiese lebt“. Dann zieht es Wellerdieck zu einer anderen Weide – da habe er vor einigen Tagen Neuntöter gesehen. Er behielt recht – zu zwei einzelnen Neuntötern kam noch die Sicht auf eine ganze Familie mit flüggen Jungvögeln. Und dazu kamen noch ein Schwarzmilan und ein Kernbeißer.

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