Nachernten und Lebensmittel retten

Teilen heißt kümmern!

Europäische Woche der Abfallvermeidung: „fairTEiLBAR“, Immanuel-Kant-Gymnasium und AWM engagieren sich gemeinsam

Münster (SMS) Zusammen mit der „fairTEiLBAR“ und dem Immanuel-Kant-Gymnasium in Hiltrup starten die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) eine Aktion, um Lebensmittel zu retten. Oft bleibt nach der Erntezeit noch jede Menge Gemüse auf den Feldern – vielleicht entspricht die Größe nicht der EU-Norm, vielleicht gibt´s den einen oder anderen kleinen „Schönheitsfehler“. Obwohl absolut genießbar ist das Gemüse dann für den Verkauf im Handel nicht geeignet.

Janis Matheja und ihr Team von der „fairTEiLBAR“ (www.fairteilbar-muenster.de) wollen das nicht hinnehmen. Die Kooperationspartner der AWM retten durch Nachernte auf den Feldern regelmäßig diese „Abfälle, die man nicht sieht“ und bieten sie in ihrem Ladenlokal an. Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) hätte die Klasse 5 a des Immanuel-Kant-Gymnasiums das Team diesmal gerne bei einer der Nachernten tatkräftig unterstützt. Die Corona-Pandemie hat den Schülerinnen und Schülern leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber sie werden sich weiter intensiv mit dem Thema befassen. AWM-Nachhaltigkeitspädagogin Tina Mai hat eine bunte Gemüsemischung für die Klasse nachgeerntet, die nun als Anschauungsmaterial im Unterricht eingesetzt werden kann.

Warum schafft es das Gemüse nicht mehr auf die Ladentheke? Was kann jeder und jede gegen Lebensmittelverschwendung konkret unternehmen? Diese Fragen stehen sowohl im Biologieunterricht als auch im Politikunterricht im Fokus. Die Ergebnisse der Unterrichtsarbeit werden für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 des Kant-Gymnasiums in einer Fotoausstellung und auf Postern im Forum präsentiert.

Hintergrund: Europas größte Kommunikationskampagne rund um die Themen Abfallvermeidung und Wiederverwendung findet vom 21. bis zum 29. November statt. Das Jahresmotto 2020: „Invisible Waste: Abfälle, die wir nicht sehen – schau genau hin!“ Zu „unsichtbaren Abfällen“ gehören beispielsweise Produktionsabfälle, Mikroplastik und Lebensmittelabfälle.

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