Musikkabarett zum 100. Weltfrauentag lockt ins Achatiushaus

Musikkabarett zum 100. Weltfrauentag lockt ins Achatiushaus

Zuletzt aktualisiert 25. Januar 2019 (zuerst 6. März 2018).

Münster-Wolbeck. Aus Anlass des  Weltfrauentages am 8.3.2018  hatte der AWO-Ortsverein Wolbeck am Dienstagabend eine Musikkabarettistin eingeladen: Der Saal im Achatiushaus war schon ausverkauft, da kamen noch einige nach, das Musikkabarett zu erleben.

Musikkabarett virtuos und kreativ

Wer die Musik so begriffen hat und singen kann wie Julia Hagemann, kann sie auch verändern – zum Amüsement und für amüsierte Erkenntnis. Dass Mozart als Text für gesanglich hochschwierige Passagen mal ein schlichtes „Hahaha“ wählte, ist nun verständlich, weil Hagemann die unmögliche Alternative vortrug. Die hätte nicht nur die als Beispiel herangezogene koreanische Sopranistin gequält, sondern auch andere. Vor allem hätte sie die Musik überdeckt und vernebelt. Dieses Erklären durch Verfremden ist das Glanzlicht in Hagemanns „Seminar“.

Julia Hagemann reimt gern morbid

Ansonsten zeigt sie einen Hang zum Reimen, vielfach mit Sinn für skurrilen Witz, etwa wenn sie des Reimes wegen „Academy of Arts“ auf „Harz“ stoßen lässt. Das kommt trotz des Schwungs klar herüber und gut an; die Reaktion des Publikums zeigt es. Eine ganze Reihe der Gäste nutzte die Pause und den Ausklang, um sich bei Hagemann zu bedanken für die Mischung von Gesang und Schauspiel, Erläuterung und Witz. Hagemann revanchierte sich für ein Mitsingen des Publikums mit einem „Applaus an den großartigen Chor“.

Gern erschreckt Hagemann: es komme jetzt mehr ein Seminar, „ich mag traurige Lieder“ – das stimmt nun wirklich nicht. Freilich beißen bei ihren Limericks etliche ins Gras, und im Labor endet ein Frosch grauslich als Suppe. Ein bisschen morbid geht es zu.
Mehr eingestreut denn als roter Faden kommt das Thema des Musikprogramms daher: „Warum Männer schwere Fernseher tragen können, aber früher sterben als Frauen und andere wichtige Fragen der Menschheit!“

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