Münsteraner setzen auch bei schlechtem Wetter auf das Fahrrad

Münsteraner setzen auch bei schlechtem Wetter auf das Fahrrad
Ein "Meer" von Fahrrädern in Münster. Foto: WWU Münster.

Das Fahrrad ist in Münster das meistgenutzte Verkehrsmittel: Über 500.000 Fahrräder kommen auf ca. 310.000 Einwohner. Kaum eine andere Stadt verfügt zudem über ein derart gut ausgebautes Radwegenetz. Auf dem autofreien Ring um die Innenstadt – der Promenade – haben Radfahrerinnen und Radfahrer freie Fahrt. Vor allem im Herbst und im Winter kann das Radfahren jedoch unangenehm werden, sobald das Wetter umschlägt.

Im Rahmen einer aktuellen Studie haben Dr. Jan Wessel und Dr. Kathrin Goldmann, Mitarbeiter des Instituts für Verkehrswissenschaft, nun untersucht, wie sich die Witterungsbedingungen auf den Radverkehr auswirken. Sie kommen dabei zu dem Ergebnis, dass die Münsteraner sich durch schlechtes Wetter kaum vom Radfahren abhalten lassen.

Kaum Rückgang der Rad-Nutzung bei schlechtem Wetter – sofern das Radwegenetz gut ist

So nimmt der Radverkehr in Münster und anderen Städten, die über ein gut ausgebautes Radwegenetz verfügen, bei schlechtem Wetter nur geringfügig ab. Während der Rückgang hier im Durchschnitt 5 Prozent beträgt, geht der Radverkehr in anderen Städten, in denen das Radwegenetz weniger gut ausgebaut ist – wie in Stuttgart oder Würzburg – um bis zu 30 Prozent zurück. Neben einem dichten Radwegenetz führt der hohe Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung dazu, dass in Münster trotz schlechtem Wetter Rad gefahren wird. Zudem scheint auch die schwer messbare „Fahrradkultur“ eine Auswirkung auf die Bereitschaft zu haben, trotz Regen das Fahrrad zu nehmen.

Zum Thema.:  Samstags und sonntags Bläsermusik vom Stadtweinhaus in Münster

Für die Untersuchung haben die Wissenschaftler Daten von 122 Fahrrad-Zählstationen in 30 deutschen Städten bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, gemessen an der Lufttemperatur, dem Niederschlag, der Windgeschwindigkeit, der relativen Luftfeuchtigkeit und der Bewölkung ausgewertet. Das vollständige Papier finden Sie hier (in englischer Sprache).

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